Eonnagata
Eonnagata ist die Verschmelzung des Namens von Charles de Beaumont, bekannt als Chevalier d’Éon, einst ein berühmter Spion und Transvestit, der für sein Spionieren in Russland berüchtigt wurde, und onnagata, die uralte Kabuki-Technik, bei der männliche Schauspieler auf hoch stilisierte Weise weibliche Rollen spielen.
«Sylvie Guillem und ich bewundern beide schon seit Langem die Arbeit.
Als Sylvie auf dem Sydney Fes-tival mit Akram Khan auftrat, ist sie nach einer seiner Vorstellungen hinter die Bühne gegangen, um Robert zu treffen und ihm zu sagen, dass sie Inte-resse an einer Zusammenarbeit habe. Dann hat sie mich gefragt, ob ich auch Lust dazu hätte. Wir drei haben uns getroffen und darüber geredet; Robert wollte sich gerne auf ein gemeinsames Projekt mit uns einlassen. Das Sadler’s Wells wollte seinerseits eine Koproduktion mit Lepages Kompanie Ex Machina machen … So hat das angefangen. Wir waren lange bei Robert in Quebec. Seine Zentrale dort bietet fabelhafte Möglichkeiten und eine sehr engagierte Crew. Auch in England am Three Mills haben wir gearbeitet, Michael Hulls hat das Licht gemacht.»
«Sylvie und ich haben zuerst eine Weile überlegt, ob wir Material vorbereiten oder ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ludica
«Anmerkung 134»
Pier Paolo Pasolini war Bürger und Revolutionär, Poet und kommunistischer Provokateur, Katholik und Ketzer. Bei diesem italienischen Intellektuellen (1922 – 1975), der gegen einen Linksfaschismus polemisierte, brachen sich die Widersprüche. Sein Tod wurde nie aufgeklärt: Ein verurteilter Stricher widerrief sein Geständnis. Der Verdacht, dass...
Paola Cantalupo übernahm zur Jahreswende als Nachfolgerin von Monique Loudières die künstlerische und pädagogische Leitung der École Supérieure de danse de Cannes Rosella Hightower und sichert nun den Bestand einer Institution, der einige der namhaftesten Tänzer entstammen. Ihre Ernennung ist kein Zufall und alles andere als eine Notlösung. Auch der monegassische...
Nicht ein einziges der Fürther Kinder, die am 22. März 1942 aus einem jüdischen Waisenhaus «abgeholt» wurden, hat die Deportation überlebt. Aber keins von ihnen ist vergessen.
In «Mayim Mayim» werden sie in einem Projekt von Jutta Czurda vergegenwärtigt: Drei Dutzend Choreografen bat sie, für jedes von ihnen eine Patenschaft zu übernehmen – um im Rahmen der...
