emma martin

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Emma Martin mag zwar erst drei substanzielle Stücke vorgelegt haben, doch ihr choreografisches Profil ist bereits deutlich erkennbar. Nach ihrem Studium an der Stuttgarter John-Cranko-Schule kehrte sie in ihre Heimat Irland zurück, um mit verschiedenen Tanzkompanien zu arbeiten und dann am Dubliner Trinity College Russisch und Theaterwissenschaften zu studieren. Diese breit gefächerte Ausbildung schlägt sich natürlich in ihrer Arbeit nieder: Martin besitzt ein unbestechliches Auge noch für die kleinste Ausdrucksnuance und hat dabei stets das Drama im Blick, das diese motiviert.

Dabei entsteht die Form ihrer Tanzschöpfungen, so Martin, eher aus Energieflüssen heraus, als dass sie sich aus vorgefertigten Arrangements eingeübter Tanz-Sequenzen ergibt. Ihre Bewegungssprache ist stilistisch schwer einzuordnen und verrät nichts von ihrem Ballett-Hintergrund; vielmehr geht es ihr um Authentizität und klar erkennbare künstlerische Absicht – eine Haltung, die aus ihrer tänzerischen Erfahrung mit Stücken der postmodernen amerikanischen Choreografin Deborah Hay geprägt sein dürfte.

Beim «Dublin Fringe Festival 2012» heimste Emma Martin mit «Dogs», ihrer zweiten Arbeit, Awards für die beste ...

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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 162
von Michael Seaver

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