"Dunia"

Ägyptens Präsident Mubarak rettet «Dunia»

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Hanan Turk ist mehr als eine Tänzerin. Jahrelang Ensemblemitglied der Oper der Stadt Kairo, hat sich die Ägypterin längst zu einer der ersten Darstellerinnen des arabischen Kinos entwickelt. Märchenhaft schön erscheint sie als Dunia dem bei einem Attentat erblindeten Beshir wie eine Lichtfigur. Diese Tochter einer legendären Tänzerin ist nach ihrem Literaturstudium auf der Suche nach ihrer weiblichen Identität. Nur durch den Tanz überwindet sie die Traumatisierungen des Körpers.

Ganz im Sinn sufistischer Tradition findet sie über das Wort zur Freiheit als Frau und zugleich zu einem Vergnügen der Sinne, das in einer islamisch geprägten Gesellschaft für einigen Sprengstoff gesorgt hat. Fast wäre der Film von Jocelyne Saab deshalb der Zensur zum Opfer gefallen. Erst ein Eingreifen von Präsident Hosni Mubarak höchstpersönlich hat seine Beschneidung verhindert. Denn genau das ist Dunias Thema, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Geradezu schockierend die Szenen, die dies am Beispiel ihrer Nichte illustrieren. Und überwältigend schön jene, in denen sie Walid Aouni im orientalischen Tanz unterweist. So streng seine Exerzitien sind, dienen sie doch ihrer Selbstverwirklichung und einer Lust, ...

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Tanz Mai 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 26
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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