Digitaltanz

Fortnite

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Auf der «Gamescom», der großen Spielemesse in Köln, hatten sie den größten Stand gebucht: die Entwickler von Epic Games, die mit «Fortnite» einen Coup gelandet haben. Seit Monaten ist das Daddelformat – Marke: «last man standing» – in aller Munde, Eltern melden sich auf Lehrgängen an, um zu kapieren, was ihre Zwölfjährigen da eigentlich zocken. Eine der Hauptattraktionen des Shooters sind die Mini-Tanzeinlagen, die der Zocker sein Alter Ego vollführen lässt, wenn es gerade ein feindliches Gegenüber umgenietet und ins Jenseits befördert hat.

Klingt reichlich makaber, folgt aber einem interessanten Konzept. Denn die Programmierer entwerfen nicht einfach Schrottbewegungen, sondern kupfern ab: aus der Tanz- und Popgeschichte. So feiern etwa Charleston, Tap und Disco Dance via «Fortnite» Auferstehung, und umgekehrt kopieren Sportler und Schulkids, was sie zuvor schon als Triumphtanz 2.0 durchgespielt haben. Nicht die beste Variante, Tanztradition kennenzulernen, aber eine überaus populäre und internationale. Die Zahl der Fortniter liegt derzeit weltweit bei 125 Millionen.


Tanz Oktober 2018
Rubrik: Side Step, Seite 15
von Dorion Weickmann

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