Die Lehrerin Angie Hiesl, Auditions, Workshops und Transition

Tanz - Logo

die lehrerin

angie hiesl, Sie sind eine der wenigen Künstlerinnen, die ausschließlich site-­spe­cific, ortspezifisch, choreografieren. Zu­letzt haben Sie zusammen mit Roland Kaiser in «Dressing the City und Mein Kopf ist ein Hemd» zentrale Plätze in Köln eingekleidet. Was hat Sie dazu ausgebildet?
Ich studierte an der Deutschen Sporthochschule ­Köln Be­wegungstheater und Elementaren Tanz und ging dann eigene Wege. ­Besonders wichtig für mich war der Theatermann Jerzy Grotowski in Breslau mit seiner körperbetonten Arbeit.

Auch der indonesische Bewegungskünstler Suprapto Suryodarmo beeinflusste mich sehr. Während meiner Sporthochschulzeit habe ich den Circus Piccolini mit begründet. Wir ge­hörten damals zu den Wegbereitern der Theater-Zirkus-Bewegung in Deutschland. Prägend dann die Zeit in der besetzten Schokoladenfabrik Stollwerck. Dort kam ich in Kontakt mit vielen bildenden Künstlern und Musikern und habe dort dann meine eigene Arbeit entwickelt.

Wo kann man Sie als Lehrerin erleben?
Seit 1980 bin ich an unterschiedlichen Hochschulen und ­Aka­demien tätig. Derzeit unterrichte ich an der Kölner Sporthochschule im Master-Studiengang Tanz drei Module: site-specific work, Performance ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von

Weitere Beiträge
wahre paare

Christine Camillo hat adlerscharfe Augen. «Bleib auf der Diagonalen, Elisa, denk nur an den Rücken!» Jeder Kommentar der Ballettmeisterin trifft ins Schwarze. Trotzdem steht ihr an diesem Morgen ein zweiter Maestro zur Seite, wie inkognito eingeschleust ins Staatsballett Berlin. Eine Art Ballerinenflüsterer, dessen Stimme mal sacht, mal fordernd Ermunterungen...

berlin: Nico and the Navigators: «Petite messe solennelle»

34 Jahre lebte der Opernkomponist Gioa­chino Rossini von einer statt­ichen Rente aus seinem Vertrag mit dem französischen König. Abgesetzt von Liberalen des 19. Jahrhunderts, die Rossini viel Zeit gaben, das Geld für Trüffel auszugeben und, glaubt man den Brüdern Goncourt, «junge Mädchen dazu zu bringen, sich bis zur Taille auszuziehen und ihn seine Hän­de lüstern...

tanz hat recht

«Wir sind fünf Tänzer, die schon lange mit der Idee spielen, selbst eine Produktion auf die Beine zu stellen und zu vermarkten. Bisher sind aber unsere Ideen nicht umgesetzt worden, weil wir uns schon aus finanziellen Gründen scheuen, eine GmbH oder etwas ähnliches zu gründen. Wir wollen miteinander kreativ sein, haben aber das Gefühl, dass wir irgendwie etwas...