Die Lehrerin
Sie sind eine der bedeutendsten Flamenco-Tänzerinnen der Gegenwart, haben aber auch eine umfangreiche Karriere als Lehrerin vorzuweisen. Welche Rolle spielt die Pädagogin Belén Maya in Ihrem Berufsleben? Eine wichtige! Ich habe mit dem Unterrichten und dem Tanzen ungefähr zeitgleich begonnen. Damals studierte ich noch an der Schule des Spanischen Nationalballetts in Madrid. Kurz bevor ich in die Ballettkompanie eintreten sollte, entschied ich mich doch dagegen, weil Flamenco damals im Repertoire keine Rolle spielte. Stattdessen ging ich nach Sevilla.
Als ich dort ankam, merkte ich sofort, dass Flamenco aus Madrid und Flamenco aus Sevilla zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. In Sevilla tanzte ich zunächst ein Jahr lang als Profi und kehrte dann nach Madrid zurück. Meine Sicht auf den Flamenco hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits gründlich gewandelt: Unter Flamenco verstand ich das, was man in Sevilla tanzte. Also eignete ich mir dieses Material an und begann, es in Madrid zu unterrichten. Doch zurück zu Ihrer Frage: Unterrichten ist eine wunderbare Sache, für den Lernenden wie für den Lehrenden. Ich nehme selbst auch so viel Unterricht, wie ich bekommen kann, denn ich lerne ...
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Tanz Oktober 2016
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Justine Bayod Espoz
In Angelin Preljocajs Meisterwerk «Le Parc» gibt es einen magischen Moment: Eine Tänzerin tritt sacht auf ihr männliches Gegenüber zu, legt ihm die Hände in den Nacken – und der Tänzer beginnt sich zu drehen, schnell und immer schneller, bis die Auftriebskraft die Frau in ein Wesen verwandelt, das horizontal in der Luft zu schweben scheint. Yoann Bourgeois’ «Celui...
Während der Ex-Chef neuerdings das Ballett der Mailänder Scala leitet, läuft seine einstige Truppe zu Hochform auf: Das Aterballetto, die längste Zeit von Mauro Bigonzetti profiliert, hat unter der Führung von Cristina Bozzolini nichts an Qualität eingebüßt. Im Gegenteil ist dem Ensemble eine choreografische Vielfalt zugewachsen, die ihm sichtlich gut bekommt.
Das...
london
dance umbrella
Einen Schirm spannt dieses Festival schon seit Jahrzehnten über jene tanzenden Minoritäten, die nicht zum Establishment gehören. Diesmal gerinnt «Dance Umbrella» unfreiwillig allerdings zum Anti-Brexit-Statement: Was Jamila Johnson-Small (Foto) alias «Last Yearz Interesting Negro» mit ihren all-female, all-black Offbeat-Provokationen eröffnet,...
