Der Musikalische: Martin Schläpfer
Mit irgendetwas muss jeder Choreograf beginnen. Bei Ihnen, so ist zu vermuten, steht am Anfang die Musik. Die Frage liegt auf der Hand: Nach welchen Kriterien wählen Sie sie eigentlich aus? Oft richtet sich die Wahl der Musik nach den Gästen, die für ein Programm eingeladen sind. Ihre Stücke werden fixiert, bevor man mit der eigenen Arbeit beginnt und sich fragt, ob man einen Bruch haben will oder seine Choreografien in eine ähnliche Richtung schiebt. Das diktiert mir dann ein bisschen die Wahl.
Beim Programm XVIII standen die beiden Hans-van-Manen-Ballette «Monologue, Dialogue» und die «Große Fuge» von Beethoven von vornherein fest, und lange Zeit wusste ich nicht, welche Musik ich zwischen Meister wie Bach und Beethoven setzen könnte. Ich habe sehr viel eingepackt für meine Sommerferien, und unter den CDs, die ich hörte, war auch die «Tanzsuite» von Helmut Lachenmann. In die habe ich mich verliebt und dachte: Das ist der richtige Keil. Es gibt aber auch Abende, da weiß ich ganz genau, was für ein Stück ich machen will. Entsprechend engagiere ich meine Gäste. Und, ja, primär arbeite ich immer von der Musik aus.
Die Auswahl steht, bevor Sie mit dem Choreografieren beginnen? Ein ...
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Die Iceland Dance Company ist die einzige professionelle Tanzkompanie der Insel und sehr aktiv. Unter der Direktion von Katrín Hall hat sich das klassische Ballettensemble in ein modernes Tanztheater verwandelt, das sich zunehmend Achtung und Publikum verschafft. Hall, früher Tänzerin bei Jochen Ulrich in Köln, hat den Ehrgeiz, ID international bekannt zu machen....
Hübsch ist «sie» und posiert im weißen Dress an der hinteren Bühnenwand. Leise Klaviermusik von Erik Satie. Freundliches Lachen. Sie reckt sich und streckt sich ein bisschen, ändert die Position, um noch besser dazustehen. Macht «Hahaha». Wie beim ersten Mal. Positionswechsel. «Hahaha». Inzwischen eher ein rhythmisches Hacken als freundliches Lachen. Am Kleid...
Bridget Breiner, Sie sind in Columbus, Ohio, aufgewachsen, haben an der BalletMet Dance Academy Ihrer Heimatstadt von 1985 bis 1991 Ihre Ausbildung erhalten und wurden, nach einem weiteren Jahr an der Heinz-Bosl-Stiftung München, Mitglied des Bayerischen Staatsballetts, wo Sie vermutlich zum ersten Mal mit Choreografen in Berührung gekommen sind. Nein, bereits als...
