Das Bild und seine Geschichte

Kungliga Baletten im Schaufenster

Tanz - Logo

Zwei Schaufenster, drei Tänzer, vier Quadratmeter – der Gastauftritt des Königlichen Balletts im Nobel-Kaufhaus NK mitten in Stockholm sorgte für Überraschungen auf kleinstem Raum. Ganz zur Freude der Macher. Die hatten sich in den Kopf gesetzt, dem altehrwürdigen Ensemble mit dem halbstündigen Auftritt im Shoppinggetümmel mehr und gern auch jüngere Zuschauer zu bescheren. Gleichzeitig sollten die neuesten Stücke der aktuellen Kleiderkollektionen des Kaufhauses präsentiert werden.

Die Gleichung, die die PR-Strategen aus Kunst und Kommerz aufmachten und weithin sichtbar am Schaufenster platzierten, lautete: Mode, Kunst, Sport, Musik und Tanz gleich Königliches Ballett.

Sport gehört in Schweden zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, Mode ist im designverliebten Stockholm genauso angesagt. Nur ins Ballett gehen die getrimmten und gestylten Schweden in der Hauptstadt selten. «Die Leute haben Angst herzukommen», sagt Adrian Navarro, der in der dritten Spielzeit bei Kungliga Baletten tanzt. Es mag daran liegen, dass das Opernhaus gegenüber dem Stadtschloss über hundert Jahre auf dem Buckel hat und viele Menschen mit Goldfoyer und Königsloge eher den Staub der Jahrhunderte denn ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2009
Rubrik: Entree, Seite 4
von Agnes Bührig

Vergriffen
Weitere Beiträge
Anouk van Dijks «Countertechnique»

Man braucht die richtigen Werkzeuge, sagt Anouk van Dijk, wenn man die Kunstform weiterentwickeln will. Folgerichtig hat die Choreografin über fünfzehn Jahre ihre «Countertechnique» ausgefeilt. Nicht, wie oft, bloß individuelles Vokabular, dessen Vermittlung eigentlich dazu dient, eine spezifische Ästhetik zu verbreiten. Van Dijks Technik ist Grammatik – vor allem...

Caroline Simon: «Stück»

Die W-Fragen: Was will ich und was ist wirklich? Caroline Simon hat bei großen Fragen eine besondere Bühnenpräsenz, etwas sehr Deutliches, Undurchsichtiges, Unflatterhaftes. Diese Gründlichkeit kennt dazu auch ein «Ach was», die leicht ironische Distanz. Die gebürtige Brüsselerin, Jahrgang 1977, bei P.A.R.T.S. und in Rotterdam ausgebildet, lebt seit 2001 in Köln....

Blanche Neige

Jean Paul Gaultier, Ihre aktuelle Kollektion ist also tatsächlich von der Arbeit zu «Blanche Neige» beeinflusst?                                                                                                     Mir geisterte ja ständig der Name Angelin Preljocaj durch den Kopf. Endet das nicht wie «cage» (Käfig)? Plötzlich war meine Winterkollektion voller...