«Dark Matter»
Wer einmal in den Abgrund einer Papiertüte blickte, weiß, was es heißt, wenn von schwarzen Löchern die Rede ist. Gleich mehrmals reißt der Performer in Lackschuhen und Anzug seine große Tüte auf und lässt das Publikum hineinsehen in gähnende, absolute Dunkelheit. Probleme der Quantenphysik, der Schwerkraft, der Existenz einer anderen Dimension schnurren in der Performance «Dark Matter» zusammen auf die Größe eines Baukastens für den kleinen Physiker. So werden die großen Fragen des Lebens handhabbar.
Und die dunkle Materie erhellt sich im Licht des Sternenhimmels auf dem Hintergrundprospekt.
«Tonight is a night of stripping, tonight is a night of peeling away, layer by layer by layer by layer», verheißt die rothaarige, langgliedrige Schöne im grünschillernden Paillettenkleid, die Diva zwischen den beiden Herren Thomas Kasebacher und Bruno Roubicek. Kate McIntosh führt charmant und glamourös wie ein Music-Hall-Star durch den Abend im schwere reiter in München. Sie singt, sie gurrt, sie tanzt, sie philosophiert, sie widersteht der Tücke des Objekts, den wippenden Brettern, fliegenden Federn, rollenden Bällen, geworfenen Tauen und schweren Säcken. Jedes Ding treibt seine ...
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Sie stehen unter neuer Leitung. Um Identität und Wurzeln soll es nun gehen. Mit seiner ersten Ausgabe des Fesivals «Les Hivernales d’Avignon» heizt Emmanuel Serafini richtig ein. Alles dreht sich um Afrika. Wo stehen Afrikas Künstler heute, da sie auf allen Kontinenten arbeiten? Da passt ins Bild, dass Salia Sanou und Seydou Boro das gerade selbst erforschen. Zum...
Das Werk stammt vom Komponisten Leonid Desjatnikow, es ist Alexei Ratmanskys letzte Inszenierung in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter des Bolschoi-Balletts, das er auf eigenen Wunsch verlassen hat (ein seltener Fall in der Geschichte dieses Theaters). Er wird sich nun ganz dem Chroreografieren widmen, in den USA, in Europa und in Russland.
Desjatnikow...
In ihrem neuen Stück «Love Fire», das am Suzanne Dellal Centre for Dance and Theatre in Tel Aviv herauskam, überrascht die Choreografin Yasmeen Godder mit einer ganzen Sammlung an Walzern: von Johann Strauß über Jean Sibelius und Dmitri Schostakowitsch bis zu Aram Chatschaturjan. Der Walzer, sein romantischer Gestus der Gefühligkeit, soll einen – wir ahnen es bei...
