Cybermobbing
Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass der langjährige Artistic Director des New York City Ballet, Peter Martins, wegen mutmaßlicher körperlicher Übergriffe gegenüber Schutzbefohlenen von seinen Leitungspositionen zurückgetreten ist (tanz 1/18). Die Untersuchung führte seinerzeit nicht zu juristisch belastbaren Ergebnissen.
Nun sieht sich die New Yorker Ballettkompanie, derzeit interimistisch von einem Team geleitet, neuerlichen Vorwürfen ausgesetzt, die Rede ist u. a. von Verletzung der Persönlichkeitsrechte und Körperverletzung.
Klägerin ist die 20-jährige Tänzerin Alexandra Waterbury (Foto). Sie bezeichnet das NYCB-interne Klima laut der «New York Times» als «fraternity-like» und beschuldigt die Kompanie, seit Jahren sexuell motiviertes Fehlverhalten von mindestens drei Tänzern, ferner den Missbrauch von Alkohol und Drogen sowie die Degradierung von Tänzerinnen geduldet zu haben. Konkret geht es um «inappropriate communications»: Chase Finlay (Waterburys Ex-Freund), Amar Ramasar und Zachary Catazaro sollen Texte, Fotos und Videos sexuellen Inhalts ausgetauscht und an mindestens einen Sponsor weitergeleitet haben. Das Material, das Waterbury (und andere Tänzerinnen) unbekleidet ...
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Tanz Oktober 2018
Rubrik: Side Step, Seite 15
von Marc Staudacher
Sein «Beethoven» sollte der größte sein. 1964 choreografierte Maurice Béjart «La IXe Symphonie» als eine «Ode an die Freude», die Menschen am Ende über alle Grenzen hinweg in einem grandiosen Gemeinschaftserlebnis einte. Mag sein, dass sich John Neumeier davon abheben wollte. Sein «Beethoven-Projekt», bei den «44. Hamburger Ballett-Tagen» erstmals vorgestellt, gibt...
Chemnitz in Sachsen. «Chemnitz – Stadt der Moderne». Ein Slogan, mit dem seit Jahren geworben wird. Wer die Chemnitzer Museen, etwa das Museum Gunzenhauser mit der größten Sammlung von Werken des Malers Otto Dix oder die Städtischen Kunstsammlungen kennt, der weiß, dass dies nicht übertrieben ist. Gerade bewirbt -sich Chemnitz um den Titel «Kulturhauptstadt Europas...
«Mensch! Skulptur»
Ein unkonventioneller Ausstellungsort ist das soeben wiedereröffnete, modernisierte «Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus» (Foto: Harald Richter). Ebenso unkonventionell ist das Konzept der Schau, die den Relaunch feiert und dafür ein Dutzend Positionen zur menschlichen Körperlichkeit versammelt. Dass der Tanz dabei nicht nur ein Seitenaspekt...
