buch: xin peng wang
ist ein Band des Dortmunder Theaters gewidmet, der den chinesischen Ballettdirektor vor allem von seiner choreografischen Seite zeigt. Gut siebzig Fotos, auf hundert Doppelseiten in japanischer Broschur gebunden, geben einen guten Eindruck seines Werks. Xin Peng Wang selbst kommt in dem Buch allerdings kaum zu Wort, doch wenn, bleibt das nicht ohne Konsequenz. So konstatiert er nicht einfach: «Als Künstler muss ich mich von mir wegbewegen, um zu mir zu kommen.» Vielmehr beher-zigt er seine Einsicht so vollkommen, dass er hinter seinem Werk schier zu verschwinden scheint.
Es selbst zu ergründen, verbietet ihm seine Bescheidenheit. Dafür gibt es andere.
Nicht allen gelingt das so plausibel und bei aller philosophischen Tiefe noch dazu so lesbar wie Dorion Weickmann: «Die Vertrautheit mit uralten theatralischen Camouflage-Techniken» ist für die Autorin ein Pfund, mit dem Xin Peng Wang wuchern kann, und sie erklärt den erfolgreichen «Versuch, das Handlungsballett ins Heute zu übersetzen» nicht zuletzt, indem sie ihn in einen größeren, vor allem aber persönlich-politischen Zusammenhang stellt. Unmittelbar nach dem Massaker am Platz des himmlischen Friedens hat Xin Peng Wang Peking ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: medien, Seite 62
von Hartmut Regitz
screening_________
arte im «sacre»-fieber
So viel «Sacre» war nie, das gilt natürlich auch für den deutsch-französischen Kulturkanal Arte. Am 26. Mai ist dort die Dokumentation «Sacre du printemps – Frühling im Herbst» zu sehen: Denis Sneguirev und Philippe Chevalier haben mit der Kamera beobachtet, wie der Choreograf Thierry Thieû Niang aus dem Opferritual ein...
Im Laufe des Monats erscheinen noch folgende Beiträge exklusiv im Web:
Gob Squad: «Dancing about» in Berlin
Robert North: «Verlorene Kinder» in Mönchengladbach
Tadashi Endo: «Fukushima mon amour» in München
Fabulous Beast Theatre: «Petrouchka», «Le sacre du printemps» in Wolfsburg
Mikael Marklund, der Rosas-Tänzer aus Schweden, zuletzt in De Keersmaekers «En atendant» und «Cesena» sehr präsent, hat sich auch auf Laurent Chétouane gut eingestellt. Im letzten Sommer beschnupperten die beiden sich beim «Festival d’Avignon» und kreierten dort «O», ein Solo, das das Ballett nicht parodiert, sondern stilisiert, überhöht, analysiert und damit seine...
