brüssel: wim vandekeybus «monkey sandwich»
Er ist ein Choreograf und ein begnadeter Filmemacher: In «Monkey Sandwich» dominiert der Filmemacher Wim Vandekeybus. Der Choreograf in ihm nimmt sich des Soloperformers Damien Chapelle an, der unterhalb der Leinwand ein sonderbares Eigenleben führt und erst nach und nach die bemerkenswerten Bezüge zwischen Film und Bühne entdecken lässt.
Für den Film fand Vandekeybus seine Besetzung im Schauspiel Köln, (wie Torsten Peter Schnick, Birgit Walter, Anja Herden und Anja Laïs), in Jerry Killick von Forced Entertainment, Carly Wijs und dem Tänzer Davis Freeman. Sie alle spielen sich selbst.
Killick macht die deutschen Schauspielerinnen fertig mit seiner Forderung, endlich «echt» zu sein. Er will das Gefühl eines Horrors erzielen, wie ihn das Leben in den Städten parat habe. Und Killick hat Erfolg. Allmählich wirken die Performer wie wahnsinnig gewordene Tänzer. Nur ihm reicht es nicht. Er flieht aus dem Theater und zieht in ein Dorf hinterm Deich – der bricht. Das Dorf wird weggeschwemmt, mit ihm seine Frau und ihr ungeborenes Kind. Dieses Unglück treibt Killick in exakt jenes tatsächliche, authentische Delirium, das er in seinem vorigen Leben vergeblich den Schauspielerinnen ...
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ist, dass ein Regime 1,7 Millionen Bürger tötete, weil sie nicht dessen Vorstellungen vom wahren Kommunisten entsprachen. In Kambodscha verfolgte man zwischen 1975 und 1979 auch die, die eine Brille trugen und damit als Intellektuelle angesehen wurden. Das südostasiatische Land hat den Genozid der Künstler, Gelehrten, Ingenieure und Tänzer durchgemacht....
Es ist kein Tanzfilm, es ist der unaufhaltsame Fall der Greta M. Die arbeitslose Architektin in der Berliner Townhouse-Hölle aus wohl versorgten Hinzuverdienerinnen mit alarmgesicher-
ten Kinderwagenabstellplätzen wird nie wieder ihren Beruf ergreifen. Man braucht sie so wenig wie eine gelernte Ökonomin des Marxismus, die als Striptease-Tänzerin in Wien überlebt....
...beendet im November in Lausanne seine Trilogie, die 2006 mit «Est-ce que je peux attirer votre attention sur la brièveté de la vie?» begann. Ihr Mittelstück fand sie 2008 mit der Aufforderung «Il faut que je m’absente». Beendet wird sie jetzt mit «Je veux bien vous croire» und nicht etwa, wie wir in tanz 4/10 schrieben, mit «Lonesome Cowboy». Wir dachten dies...
