Braunschweig: Urs Dietrich, Gregor Zöllig «Rasender Stillstand»
Für seinen Einstand am Staatstheater Braunschweig hat sich Gregor Zöllig, zuvor lange in Bielefeld tätig, eine Vorgruppe bestellt. Urs Dietrich, einst lange in Bremen tätig, hat ihm einen Meteoriten aus Pappmaché mitgebracht, der gefährlich über den Tänzern schwebt, um zu zeigen, was ein wahrer «coincidance» ist. Es sei ein Zufall, dass die Erde am Abend der Premiere von einem sich nähernden Asteroiden namens 2015 TB145 nicht getroffen wurde.
Dietrichs Rituale unter dem Stein huldigen zu sorgsam ausgesuchter Radiowellenmusik eher zufällig dem Zufall, wenn die Hälfte des Ensembles mal im Tennisdress, mal in Kampfsportmontur das Imponieren übt. Die Zuschauer waren gekommen, um ein neues Ensemble zu begutachten, das sich gut zur Hälfte aus Tänzern von Zölligs Vorgänger Jan Pusch rekrutiert.
Zum eigentlichen Auftakt, der titelgebenden Uraufführung «Rasender Stillstand», zitiert Gregor Zöllig einen Begriff des französischen Essayisten Paul Virilio, dessen gleichnamiger Text in Übersetzung seit 1992 bei den meisten der hier versammelten Zuschauer auch schon mal auf der Matratze lag. Virilios These: Je mehr wir Maschinen zur Zeitersparnis entwickeln, vom ICE bis zum Handy, desto mehr ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Kalender, Seite 32
von Arnd Wesemann
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