Bosse in Bewegung

Kultur als Konzern-Aushängeschild? Passé! Jetzt bringen Kreative Vorstände und Belegschaften auf Trab

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Porsche steckt Geld ins Stuttgarter Ballett, die Stiftung der Reederei Hapag Lloyd fördert das Hamburg Ballett, die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau unterstützt die Festwoche des Thüringer Staatsballetts, eine Sparkassenstiftung hält das Kölner Tanzarchiv am Leben – das sind nur ein paar Beispiele für Sponsorenmodelle, mit denen die Wirtschaft Teilen der Tanzszene unter die Arme greift. Das kapitalistische Mäzenatentum hat seit Jahrzehnten Konjunktur.

Wobei Maler, Bildhauer, Museen und repräsentative Festivals zweifelsohne mehr Geld abgreifen als der Tanz, dessen Image sich offenbar nicht ganz so gut PR-wirksam verwerten lässt.

Abseits der Öffentlichkeit wächst dafür ein Betätigungsfeld, das Tänzern, Choreografen und Performern statt Finanzspritzen ein reguläres Honorar in Aussicht stellt. Noch ist kein riesiger Markt entstanden, und mutmaßlich wird es den auch nicht geben. Aber Findige können vermehrt mit kommerziellen Akteuren ins Geschäft kommen. Stichworte: Coaching, Consulting, Organisationsentwicklung. Oder schlicht «Unternehmenswandel». Dieser Begriff steht auf der Website von Expedere, einer jener Firmen, die anderen Firmen in turbulenten Zeiten mit Rat und Tat zur Seite ...

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Tanz März 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Dorion Weidmann

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