big five
John Neumeier, Martin Schläpfer, Jiří Kylián, William Forsythe und Pina Bausch haben sich auf der Weltkarte des Tanzes verewigt. Aber wie haben sie das Überleben ihrer Werke gesichert, wie deren Weitergabe organisiert? Fragen, die sich aufdrängen, seit der Tanzfonds Erbe der Kulturstiftung des Bundes zeitgenössische Künstler animiert, versunkene Tanzschätze zu heben – und so das Bewusstsein für den Reichtum der Vergangenheit schärft.
Mit William Forsythe tritt jetzt ein Ballettrevolutionär ab, John Neumeier bereitet seinen Abschied vor, Jiří Kylián hat sein Haus bestellt, während Pina Bausch genau das unterließ – mit gravierenden Folgen. Martin Schläpfer ist selbst Erbe der neoklassischen Moderne, was soll umgekehrt mit seinen eigenen Schöpfungen geschehen? Natürlich könnte man sagen: Wie pietätlos, das jetzt schon zu fragen! Aber stets geht es der Gegenwart auch um die Zukunft ihrer Vergangenheit.
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: editorial, Seite 4
von
Sie hat sich längst einen Namen gemacht mit eigenen Arbeiten, die in unterschiedlichen Kollaborationen entstanden sind. In dem Projekt «undo, redo and repeat» geht sie zusammen mit der jungen Anna Till der Frage nach, wie das Wissen über vergangene Tänze zu uns gelangt. Von all den vom Tanzfonds Erbe geförderten Projekten, die ich gesehen habe, hat mich dieses...
In der Tanzsparte des Staatstheaters Mainz das Wort «Wunder» erst mal ins Regal zu räumen und die Aufschrift «Ballett» zu archivieren, das ist weise. In den Post-Schläpfer-Jahren gab dort eine angestrengt neoklassische Richtung den Tanz-Ton an, unter Nutzung sämtlicher Raffinessen von Bühnen- und Beleuchtungstechnik. Derweil zerrten die Choreografien den Tänzern...
Auf der Bank in der Sonne vor dem Bauernhof, auf Oberösterreichisch «SunBengSitting»: Idyllisch und romantisch ist Simon Mayers gleichnamiges, Brauchtum kritisch ins Visier nehmendes Solo, das im April 2014 bei «imagetanz» im Wiener brut uraufgeführt wurde, ganz und gar nicht. Aufgefallen war der zunächst an der Wiener Staatsoper, dann aber vor allem in Anne Teresa...
