Ben J. Riepe: "Happy End - Dealing Night Again"
Oben oder unten? Im All oder im gemauerten Gewölbe? Sind es Aliens auf Drogen oder verstörte Kellerkinder, die da entrückt durch den Raum gleiten und ins Leere starren? Nichts von allem. Wir blicken ins Universum der Phantasmagorie, visualisieren Hirngespinste, die das Unbewusste im Traum auf die Reise schickt. Der junge Folkwang-Absolvent Ben J. Riepe hat sie in Szene gesetzt. Fünf Tänzer, zwei Männer und drei Frauen, setzt er Stimmungen aus, die die ständig wechselnde Beleuchtung und elektronische Livemusik erzeugen.
Überwiegend stehen die Akteure, barfuß und stumm, im akustischen Nebel, der über die Studiobühne im Düsseldorfer tanzhaus nrw wabert. Das aber höchst kunstvoll. Zwischendurch schrecken die eigenen minimalistischen Sequenzen, Regungen, Gesten sie auf. Zum Beispiel das Lupfen der Hosenbeine. Die beiden Männer, mit weißen Unterhemden und braunen Hosen wie Zwillinge gekleidet, bewegen sich synchron. Zwei der Frauen tragen gleiche schwarze Blusen und braune Hosen, führen aber ein Eigenleben. Die dritte Frau in artigem Faltenrock und weißer Bluse scheint noch verlorener als die anderen. Wie ein Sterntalerkind hebt sie mit großen Augen die Arme gen Himmel, um ...
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Rushhour in Moskau. Alle Räder stehen still. Die ohnehin schon engen Straßen sind zugeparkt – nicht von Leuten, die gerade mal kurz in einem der sündhaft teuren Geschäfte shoppen gehen oder sich in einem Café rund um den Theaterplatz einen Drink genehmigen, sondern von jungen Fahrern, die sich an diesem heißen Nachmittag bei laufenden Motoren dauerhafte Kühlung aus...
Susanna Leinonen is one of the most gifted Finnish choreographers today. Her poetic and yet precise motional expression creates a stark, aphoristic manner for the quartet of dancers in her piece “Trickle, Green Oak,” calling to mind the Japanese poetry known as haiku. The piece, created to the music of Mia Hämäläinen, is an exquisite combination of a variety of...
Knarzende Türen, leiernde Tonbandaufnahmen, der umgekippte Kopf einer Götterstatue und düstere Schattenspiele: Beginnt so ein klassisches Ballett, noch eins nach Marius Petipas berühmter «Bayadère»? Es liegt nah in diesem wehen Anfang von Terence Kohlers «Die Tempeltänzerin», den Verweis auf eine rostige Vergangenheit zu sehen. Zudem Cineastisches in der Luft...
