Be unique! But not alone
Wozu Residenzen? Man sitzt in einem Probenraum fernab der Zivilisation, weit weg von zu Hause und schläft nur ein paar Schritte vom leeren Raum der Inspiration entfernt. Reines Fernweh ist ein schlechtes Motiv. Um inspiriert zu werden, sind Großstädte und Weltreisen sicher angenehmer als ein mehrwöchiger Aufenthalt in der Pampa. Aber dort, wo Residenzen stattfinden, ist – mit wenigen Ausnahmen – eine gewisse Ferne zur Zivilisation durchaus gewollt.
Die Choreografin Maren Strack mit besonders langer Residenzerfahrung findet es denn auch «gut, um für einen Moment das Klosterhafte zu genießen, wegen der Konzentration, aber: Es gibt einfach drei feste Regeln:
• Wenn Deine Bewerbung zur Residenz angenommen wurde: Unbedingt den Ort vorher besichtigen. Gibt es das, was Du erwartest? Einen Tanzboden, eine bestimmte technische Ausstattung? Wirst Du Dich überhaupt wohlfühlen?
• Weißt Du, was Du im fraglichen Zeitraum tun wirst? Ohne konkrete Idee und ohne einen Zeitplan, in dem Du Dein Projekt umsetzt, ist eine Residenz sinnlos. Eine völlig neue Idee oder eine Inspiration kommt Dir auf dem platten Land nie.
• Die Zeit vergeht langsamer, als man denkt. Vier Wochen sind ewig. Prüfe, ob auch zwei ...
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