Aufstand der Frauen
Dita Von Teese im roten Negligé, umgarnt von sechs kaum bekleideten Dienstmädchen. Dita solo, in die Welt hinausblickend, ihre Zigarettenspitze schwingend. Dita ondulierend, hedonistisch ihre Rundungen streichelnd und im Luxus badend. Neue Nummern, exklusiv für das Pariser Tanzetablissement Crazy Horse kreiert, mit den Girls des weltberühmten Cabarets. Dazu gibt es ihren berühmten Akt in der Badewanne, bei dem sie tatsächlich die Brause anstellt und sich sichtlich wohl fühlt.
In manchen Nummern dürfen wir ihre berühmten Retro-Dessous bewundern, die Von Teese persönlich zum Trend pushte. Aus dem Publikum ertönt dazu ein Feuerwerk, «Wow!», «Wow!», «Wow!»: aus weiblichen Kehlen. Die Damen kennen sich aus.
In ihrer Nummer «Lazy» zeigt sie, dass sie sogar zu Selbstironie fähig ist. Wenn sie sich auf dem roten Sofa räkelt, rot gekeidet in Diorkleid und High Heels von Christian Louboutin, zitiert sie Marilyn Monroes «There’s no Business like Show Business». Recht hat sie. Mit ihrer Nostalgie verdient sie so gut wie mit der Lingerie, die sie für Wonderbra entwirft.
Dita Von Teese bezirzt stets mit derselben schab-lonenhaften Eleganz. Aber was würden wir uns heute in den Cabarets ansehen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Maßgeblich ist der Mensch. Der Höhe, Breite, Länge nach. Danach richtet er sich ein. Gern bequem. Seit gut zehn Jahren choreografiert Jenni Kivelä so die Natur ihrer Spezies. In «Red-Letter Days», «Ylva-lii and Other Stories», «Master Detectives» und «House of Mrs Wilson». Menschen, also Finnen, sind ganz schön anpassungsfähig. Eigenbrötler qua Geografie, ballen...
Nachtaufnahme: Sophiensæle in Berlin. Im Untergrund treffen sich die grass roots zum Fokus auf ihre Partikularinteressen. Hinter dem Namensschild Miriam Wolff sitzt die Vertreterin der Gewerkschaft. Verbandspolitik als Freizeitgestaltung nach Trainingsschluss? Vor ihr eine junge Choreografin auf der Stuhlkante. Konzentriert, als höre sie zum ersten Mal von ihrem...
Burlesque hat so viele subtile Konnotationen – alle Schattierungen dieses schillernden Begriffs klingen in der Show «La Clique» an. Auf dem Programm: Körper und Esprit, Striptease und Parodie in einer brillanten Mischung. Es riecht nach Sägemehl und Weimarer Republik, bierfleckigem rotem Plüsch und alkoholisiertem Publikum in einer Kulisse, die mit Klappstühlen,...
