an der tarif-front

Den einen gelten sie als Überlebensinstrument, den anderen als Plattmacher ganzer Theaterregionen: Haustarifverträge sind ein Zankapfel erster Ordnung. Wir haben zwei Vertreter der gegnerischen Lager um eine Expertise gebeten

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pro: retter in der not_______

von Sabrina Sadowska______

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Flächentarife die Regel sind, wurde in den letzten 30 Jahren in Ländern wie Großbritannien, den USA und Japan zunehmend auf Unternehmensverträge umgestellt. Dabei handelt es sich um sogenannte Haustarifverträge, die zwischen den jeweiligen Unternehmen und den Arbeitnehmervertretern – Gewerkschaften oder Betriebsrat – abgeschlossen werden.

Sie regeln Lohnhöhe, Arbeitszeiten und andere Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, wobei im Gegensatz zum branchenweiten Flächentarifvertrag Rücksicht auf die besondere Lage des einzelnen Unternehmens genommen werden kann. Darin liegt für viele städtische Theater inzwischen die einzige Möglichkeit, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten.

Selbstverständlich sollten alle Mitarbeiter an den Theatern entsprechend der Flächentarifverträge, in unserem Fall Normal-Vertrag (NV) Bühne, Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern und Tarifvertrag Öffentlicher Dienst/Tarifvertrag der Länder, entsprechend bezahlt werden. ABER – wie soll das gehen, besonders in den neuen Bundesländern? Dort wurden in den letzten 20 Jahren die Gehälter der Kollektive – etwa Verwaltung, Technik, ...

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Tanz April 2014
Rubrik: ideen, Seite 60
von Sabrina Sadowska & Olaf Zimmermann

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