«Accumulated Layout» von Hiroaki Umeda
Hiroaki Umeda ist kein Redner. Eher ein Schweiger. Kein Ideologe sondern Praktiker. Choreograf, Komponist, Lichtdesigner – alles in und aus einer Hand. Sein Ziel: Räume schaffen. Mit Körper, Klang und Licht. Wer das alles selbst richtet, der stellt sich auch allein auf die Bühne. In seinem bisher einzigen «Duo» nahm er sich sein eigenes Videobild zum Partner. Umeda studierte Fotografie und übte sich in Ballett und HipHop, bis er Teshigawara in dessen Solo «Absolute Zero» entdeckte. Von da an war sein Weg klar.
Was empfindet der Zuschauer, wenn er sieht, wie schlicht und stringent der Japaner sich in seinen der Zeit entrückten Räumen selbst installiert? Er fühlt sich manchmal, als hebe er selbst vom Boden ab.
Umeda verbindet transzendentales Zeitgefühl mit Futurismus. «Die Geräusche des Alltags empfange ich wie Klänge ohne jeden Informationsgehalt und genau das interessiert mich», sagt er. Für Bewegung gilt das auch. Sobald sein Körper zu schwingen beginnt, schafft er gleichsam fühlbare Hohlräume und Luftlöcher. Das Gleiten auf der Kontaktlinie mit der den Raum füllenden Luft erinnert in der Tat an Teshigawara, seinen künstlerischen Mentor, über den er zu eigenem kreativen Ausdruck ...
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