abgang: trisha brown
Ohne viel Aufhebens hat die Grande Dame des postmodernen Tanzes ihren Rückzug verkündet. Trisha Brown, eine der einflussreichsten Choreografinnen des 20. Jahrhunderts, schließt ihr rund 100 Stücke umfassendes Werkverzeichnis. Eine Sprecherin der Trisha Brown Dance Company erklärte in New York, dass die 76-Jährige gesundheitlich zu angeschlagen sei, um weiter zu choreografieren.
Immerhin werden Ende Januar an der Brooklyn Academy of Music die letzten, 2011 entstandenen Kreationen der US-Amerikanerin im Rahmen eines kleinen Festivals zu sehen sein – neben einer Besten-Auslese der letzten dreißig Jahre: Der supercoole Geniestreich «Set and Reset», den Brown 1983 gemeinsam mit Laurie Anderson und Robert Rauschenberg ausheckte, ist ebenso dabei wie «Newark», dessen gymnastischer Elan die Kritiker vier Jahre später euphorisierte. Auf solche Glücksdrogen werden sie künftig verzichten müssen, aber vielleicht bietet ein Metierwechsel Ersatz: Trisha Browns über die Jahrzehnte gefertigte Zeichnungen haben bereits mehrfach in Museen und Galerien debütiert – Wiederaufnahme jederzeit denkbar.
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Tanz Januar 2013
Rubrik: menschen, Seite 29
von
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