zahltag
Dieter Haselbach ist ein mitteilsamer Zeitgenosse, wenngleich mit stiller Reserve. Er wirkt kulturbewandert, theateraffin und auskunftsfreudig, solange die Fragen nicht ans Konkrete rühren. An Honorare, Auftraggeber, Entscheidungsfindungen. Dann lehnt sich der schmale Mann zurück und lässt ein feines «Nööö» über die Lippen zischen. Betriebsgeheimnis, Diskretion. Beides gehört zu seiner Profession. Haselbach berät Politiker und Kultureinrichtungen, die in die Bredouille geraten sind.
Alles andere als diskret, ja nachgerade ein Paukenschlag war das, was der Soziologe 2012 gemeinsam mit drei anderen Kollegen auf den Buchmarkt warf: eine Streitschrift wider den drohenden «Kulturinfarkt», ein Plädoyer auch für die knallharte Evaluation und Sanierung der deutschen Theaterlandschaft. Viele Häuser, so das Fazit, seien verzichtbar. Die Betroffenen schäumten, die Feuilletons fielen fast ausnahmslos über das Publizisten-Quartett her. Die Provokation war gelungen.
Provokation? Von wegen. Haselbach hat eine Mission: Raus aus dem Stillstand, den er allenthalben diagnostiziert. Dieser Aufgabe widmet er sich in Theorie und Praxis, als Autor einschlägiger Artikel einerseits, als Geschäftsführer der ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: ideen, Seite 64
von Dorion Weickmann
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Matej ist 25 Jahre alt und studiert in Leipzig Sorbisch im Lehramt. Er möchte später einmal seine Muttersprache an einer Lausitzer Schule unterrichten. Wann immer es möglich ist, packt er am Wochenende seine Sachen zusammen und fährt in sein Heimatdorf Schmerlitz. Dort geht es jeden Samstagnachmittag zum Training der Tanzgruppe. Im Schmerlitzer Kulturhaus wird...
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Dougherty selbst neigt nicht zu irgendwelchen Gefühlsbekundungen,...
