der lehrer: ingo diehl
2012 haben Sie die Leitung des Masterstudiengangs Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main übernommen – mit reichlich Erfahrung im Gepäck: Sie waren Tänzer, sind ausgebildeter Tanzpädagoge, haben als Kurator gearbeitet und die Ausbildungsprojekte von Tanzplan Deutschland gebündelt. Was hat Sie zu dem Frankfurter Engagement bewogen?
Ich fand es konsequent.
Ich wollte zurück in die Praxis und meine Erfahrungen in einer Einrichtung umsetzen, in der es mir möglich schien, zukunftsweisende Vermittlungsansätze zu entwickeln.
Wie ist der Studiengang aufgebaut?
Unterrichtet werden zehn Module, etwa «Angewandte Theorie», «Transfer» oder «Methodik und Kommunikation». Neben künstlerischer Praxis und Training sieht das Curriculum auch Inhalte wie Kognitionswissenschaften, Entwicklungspsychologie oder Anatomie vor, die wir somatisch über Body-Mind Centering vermitteln. Bei den Auditions achte ich darauf, dass die Ausgewählten möglichst unterschiedlich und wirklich entschlossen sind: Ist es das, was sie genau jetzt machen wollen?
Klingt anspruchsvoll und ziemlich dynamisch.
Ja, wir suchen auch stetig nach neuen Vermittlungsformaten. ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: praxis, Seite 74
von Elena Philipp
Nora Kimball-Mentzos und Marc Spradling haben beide über viele Jahre die wichtigsten Partien des klassischen und neoklassischen Ballett-Repertoires verkörpert und intensiv mit William Forsythe und dem Ballett Frankfurt zusammengearbeitet. Heute unterrichten sie vor allem an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr haben...
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