HOOD

Die Künstlergruppe teilt Zeit, Raum und Ideen – und öffnet ihren Austausch während der Tanzplattform auch für andere

Tanz - Logo

Am Anfang stand ein Wunsch: Der Wunsch von sieben Tänzern und Tänzerinnen der Forsythe Company, ihren Austausch und ihre Zusammenarbeit über das Ende des Ensembles hinaus fortzusetzen: nicht produktorientiert als Kollektiv, sondern prozessorientiert, ohne Output-Zwang. Als institutioneller Partner hierfür fand sich mit PACT Zollverein in Essen ein Ort, der ohnehin ein ausgeprägtes Interesse an Austausch- und künstlerischen Prozessen pflegt.

Seit Mitte 2016 sind Fabrice Mazliah, Roberta Mosca, Cyril Baldy, Katja Cheraneva, Tilman O’Donnell, Frances Chiaverini und Elizabeth Waterhouse hier in Form von Fellowships angebunden – wie sie im Wissenschaftsbetrieb gängig sind, wo Professoren ihre Berufs- und Wissenserfahrung innerhalb eines Forschungsverbundes einbringen. Der Name des Septetts: HOOD.

Kreativität ohne Deadline

Das HOOD-Team verbindet ein gemeinsamer Erfahrungs- und Wissensschatz, aber auch ein enormes Vertrauen; alle möchten neue Arbeitsweisen erproben. Ein interessantes Experiment, steht doch für die Tanzszene zurzeit die Frage im Raum, welche Modelle der Zusammenarbeit es künftig geben kann – von Künstlern und Institutionen, wechselseitig wie untereinander. Freie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2018
Rubrik: Tanzplattform, Seite 18
von Esther Boldt

Weitere Beiträge
Im Minutentakt

Sie tanzt und tanzt und tanzt … Jeden Tag, «une minute» oder auch -etwas länger, gern irgendwo in Paris. Nicht auf der Bühne, nicht im Studio, sondern dort, wo sie gerade ist, mitten im täglichen Leben. Das kann in ihren eigenen vier Wänden sein, beim Bäcker, auf einer Demonstration, beim Ausflug in die Natur, im Museum oder in der Seine, die, wie im Januar...

Neuer Tanzort in Basel

Armando Braswell, wie kamen Sie zum Tanz? Ich wuchs bei einer Pflegefamilie auf, in einer kriminellen Ecke im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Damals rettete der Tanz mein Leben. Er gab ihm einen Sinn, forderte mich heraus. Weil ich tanzte, tat ich nicht das, was meine Freunde taten – und das war gut so. Tanzen bedeutete für mich eine Zukunft, ein Ziel, hart zu...

Altenburg: «Eine infernalische Reise/Letzte Lieder»

Die «Dante-Sinfonie» ist für die Bühnen der Stadt Gera eine Nummer zu groß. Jedenfalls, was den Orchestergraben betrifft; die Harfen müssen für die Zeit der Aufführung mit den beiden Proszeniumslogen vorliebnehmen. Ansonsten ist das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera allerdings ganz da, und Generalmusikdirektor Laurent Wagner schöpft mit hörbarem Erfolg aus...