newcomer: stephen delattre

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Rosen fliegen, Füße trampeln, die Hände sind rot vom Dauerklatschen. Das Publikum in den Mainzer Kammerspielen bejubelt die Premiere von «Poetry takes form», ein Tanzabend von und mit Stéphen Delattre. «Das war sehr überraschend. Ich habe gehofft, dass es gut läuft, aber dass meine Produktion so ankommt, hätte ich nie geglaubt. Ich bin wahnsinnig glücklich», sagt der 28-jährige Südfranzose.

Eigentlich ist Stéphen Delattre ­Solist beim ballettmainz von Pascal Touzeau am Mainzer Staatstheater.

Dort hätte er seine Kreation auch gern vorgestellt, «aber es sei nicht der richtige Zeitpunkt gewesen». Vier Tänzer des Ensembles durfte er aber für «Poetry takes form» ausleihen. Der Titel des Abends ist Programm: «Für mich gibt es Erlebnisse, die kann ich mit meinem Körper ausdrücken, aber nicht mit Worten. Umgekehrt gibt es Dinge, die Worte besser beschreiben können. Für mich ergänzt sich gegenseitig: die Choreografie und das Gedicht. Das ist dann komplett.» Man hört Gedichte aus dem Off und sieht Tanz auf der Bühne. Bereits mit 13 Jahren begann er zu choreografieren. Roland Petit gab ihm als Tanzschüler in Marseille die Chance, für die Silvestergala ein kleines Stück zu machen, «Pinocchio». ...

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Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 28
von Natali Kurth

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