Kapitale Tänzerin
Mahlzeit! Noch vor der Vorstellung schlägt sich der Bayer den Bauch voll. Kariertes Hemd, kariertes Tischtuch: Harald Stieger und Imme Kachel haben Bühnenbild und Kostüm aufeinander abgestimmt. Das Bier, der Braten: sie dürfen nicht fehlen. Wer immer der Prolet ist, der sich vor dem Publikum so offensichtlich produziert: Er hat gut sein. Seine Welt scheint in Ordnung – selbst wenn das Hirschgeweih nicht mehr an der Wand hängt, sondern einer unfassbar Schönen flügelgleich aus dem Rücken wächst.
Kaum dass Gregor Zöllig den Global Player macht und auf beiden Videowänden Autos wie durch einen Zeittunnel rasen, hält es auch Claudia Braubach nicht weiter auf der Stelle. Vom Sog der bewegten Bilder mitgerissen, hebt sie ab.
Um einen Engel handelt es sich bei ihr nicht, mag Gregor Zöllig sein letztes «Tanzstück» für das Theater Osnabrück noch so provozierend «Paradiesische Zeiten» nennen. «Effizient» bis zum Rocksaum knapp überm Knie entscheidet die Karrierefrau bei ihrem Börsengang Knall auf Fall über Menschenschicksale und Millionen: eine inkarnierte Ikone des Kapitalismus, die die Welt beherrscht. Auf den Projektionswänden (Video: Thorsten Alich) schießen die Städte wie Pilze aus dem ...
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Welche Bedeutung hat die Forsythe Foundation, die in New York ins Leben gerufen wurde, im Rahmen Ihrer Aktivitäten? Mit ihrer Hilfe wird es möglich sein, didaktische Forschungsprojekte zu finanzieren. Die vor einigen Jahren erschienene CD-Rom über die Forsythe-Methode wurde zum Beispiel in der...
To celebrate 50 years of hard-won existence, the Paul Taylor company is touring each of the 50 states. During its first week of three in New York, the dancing has been spectacular. Patrick Corbin, sidelined last year with a shoulder injury, is back in the central role of “Aureole” as well as in parts that he originated, and his deep focus is a joy. Richard Chen...
Nein, das ist es noch nicht. Die Tänzerin steht zu weit vorn. Ein paar Schritte weiter nach hinten, korrigiert der Choreograf Javier Latorre, derzeit der wohl bekannteste Flamencoregisseur. Und von dort dann nach vorn, mit Kraft in die Drehung, die sich in sanftem Schwung auflöst. Zurück, ein neuer Versuch, dann ist der Meister zufrieden. «¡Eso es!», «Das ist es!»,...
