persönlich II
bremen: samir akika
soll neuer Tanzchef in Bremen werden, zusammen mit der Kompanie von Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen samt ihren ivorischen Tänzerhelden – also ohne den bisher gemeinsamen Tänzerstamm aus Bremen und Oldenburg. Der neue Intendant Michael Börgerding setzte zunächst auf Laurent Chétouane als Tanzchef, was in die Öffentlichkeit hinausposaunt wurde, aber an Forderungen gescheitert sein soll, die Chétouanes Agent Tom Stromberg durchsetzen wollte.
Nun möge die zweite Tanztheatergeneration mit ihrem härteren Tobak jene erste Tanztheater-generation ablösen, die mit Susanne Linke und bis zum Schluss Urs Dietrich in Bremen die Stellung hielt. Akika würde seinen Popkanon genüsslich auf der Bühne spazieren führen: mit angeblich nur noch sechs Tänzern. Auch von den sehr effizienten Produktion-sstrukturen bei Gintersdorfer/Klaßen könnte in erster Line der Stadtsäckel profitieren: Tanz würde unter Börgerding, bisher Direktor der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, sehr billig. Der alte Partner Honne Dohrmann in Oldenburg wird davon unberührt mit seiner Kompanie im Tanznetzwerk «RepNet» verbleiben und mit Sabine Gehm auch weiterhin das Festival ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: menschen, Seite 34
von
...und Vítor Roriz gewinnen den diesjährigen «Prix Jardin d’Europe» mit ihrer Produktion
«A Gesture that is Noting but a Threat». Beim «eXplore dance festival» in Bukarest erhielten sie dafür einen Produktionskostenzuschuss von 10.000 Euro. Ihr Stück ist eben nicht nur eine Drohung. Beiden Portugiesen geht es darum, als Tänzer etwas mehr zu sein als nur ein Körper...
Choreografen arbeiten gern mit Schriftstellern. So auch Jean-Christophe Maillot in Monaco mit Jean Rouaud. Der erhielt 1990 für sein Erstlingswerk «Les champs d’honneur» Frankreichs höchste literarische Auszeichnung, den «Prix Goncourt». Danach veröffentlichte er elf Romane, zwei Theaterstücke, schrieb Chansontexte für Juliette Gréco und Johnny Hallyday und einen...
Das Wörtchen «Schwan» kommt immer gut im Titel eines Tanzstücks. Sofort geht mentaler «Ballettalarm» los. Auch der Bielefelder Tanztheaterchef Gregor Zöllig bezieht sich in seinem «Schwanengesang» auf die diversen Vogeltode in der Ballettgeschichte. Doch holt er die romantischen Motive radikal ins Hier und Jetzt, denn: Sind wir nicht alle ein bisschen Schwan?
Die...
