Knochenarbeit
Erst vor etwa viertausend Jahren haben sich die Menschen mit schlittschuhähnlichen Geräten aufs Eis gewagt. Es hat lange gedauert, bis sich aus den zunächst aus Knochen hergestellten Kufen unsere heutigen Eisenkufen entwickelten. Der Tanz ist zwar älter als der Eistanz, aber der Schlittschuh ist um einige tausend Jahre älter als der Spitzenschuh. Aber wer weiß: Vielleicht werden eines Tages prähistorische Spitzenschuhkappen aus Knochen gefunden.
Die Nähe der beiden Disziplinen wurde der einen wie der anderen schlecht angerechnet.
Bei den Olympischen Winterspielen ist der Eistanz als Unterform des Eiskunstlaufs registriert und gilt als dem freien künstlerischen Ausdruck gewidmete, weniger auf akrobatische Höhepunkte ausgerichtete Sportart. Das macht es mitunter schwer, die Grenze zwischen der objektiven Bewertbarkeit einer Leistung und dem reinen Geschmacksurteil zu ziehen – eine Lage, in der Punktrichter sich nicht gern befinden. Choreografen hingegen, die Pas de deux mit zu sportlichen Hebungen und zu akrobatischen Schwierigkeiten auffüllen und dabei zu wenig Wert auf die semantischen Aspekte des Paartanzes legen, werfen Kritiker schnell verächtlich vor, das sei doch Eiskunstlauf. ...
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Wer in Krefeld unter dem Titel «Tempus fugit» ein neues, in sich geschlossenes, abendfüllendes Ballett über das Verstreichen der Zeit erwartete, sah sich getäuscht. Präsentiert wurde ein dreiteiliges Programm mit älteren Stücken von Robert North. Zu etwas Neuem hat der Balance-Akt zwischen seiner Arbeit als Chef der Münchner Ballett-Akademie und seiner Tätigkeit...
This is inspired, expressive and exhilarat-ing. I’ve said it before, and it bears repeating: hers is a glorious and charged landscape where physicality triumphs over all. For this impressive work, she’s put together a stellar cast of some of Canada’s best contemporary dancers (Eric Beauchesne, Francine Liboiron, Yannick Matthon, Anne Plamondon, Victor Quijada, Pite...
