Ausstellungen 10/18
«Mensch! Skulptur»
Ein unkonventioneller Ausstellungsort ist das soeben wiedereröffnete, modernisierte «Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus» (Foto: Harald Richter). Ebenso unkonventionell ist das Konzept der Schau, die den Relaunch feiert und dafür ein Dutzend Positionen zur menschlichen Körperlichkeit versammelt. Dass der Tanz dabei nicht nur ein Seitenaspekt ist, belegt der Blick auf die prominenten Namen, die mit entsprechend sprechenden Werken hier vertreten sind: Edgar Degas, Auguste Rodin, Max Beckmann und Georg Kolbe.
Zwar mag man bedauern, dass die Ausstellungsmacher nicht eine Arbeit von weiblicher Hand in ihren schön bestückten Rundgang eingebaut haben. Gleichwohl beschert das Flanieren zwischen den frei aufgestellten Plastiken die Erkenntnis, dass keine von ihnen hinter Glas, gar in eine Vitrine gehört. Sie mit dem Blick hautnah abtasten und zur Gänze umrunden zu können, ist ein Privileg, das sich noch bis 21. Oktober auskosten lässt. Infos:
www.internationale-tage.de
Ingelheim, Kunstforum Ingelheim, www.internationale-tage.de
«Mensch! Skulptur» vereint bildhauerische Positionen, in denen jeweils die künstlerische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper im ...
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Tanz Oktober 2018
Rubrik: Kalender, Seite 52
von
Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass der langjährige Artistic Director des New York City Ballet, Peter Martins, wegen mutmaßlicher körperlicher Übergriffe gegenüber Schutzbefohlenen von seinen Leitungspositionen zurückgetreten ist (tanz 1/18). Die Untersuchung führte seinerzeit nicht zu juristisch belastbaren Ergebnissen.
Nun sieht sich die New Yorker...
Den «grauenhaften Abgrund, der zwischen zwei menschlichen Wesen aufbrechen kann», wollte Federico Fellini in seinem Film «La Strada» zeigen, und den ahnt man von Anfang im gleichnamigen Ballett. Wie aus einer Meereswoge taucht da Rosa auf, von der in der Vorlage allenfalls die Rede ist. Längst hat sie erlitten, was auch ihrer Schwester widerfahren wird: ein...
Das Theater träumt davon, dass eine Menge Mensch in ihm tobt und kocht. Die Stimmung ist famos, ist aufgeheizt, zum Bersten. Kaum aber wacht das Theater auf, muss es wieder dienen: der Kunst. Sasha Waltz ist früh aufgewacht. Ihr Halbschlafbäckchen träumte das Theater als Fest. Doch im Künstlersein steht ihr die wogende Menge der Feiernden nur im Weg. Sie hat...
