Tanz als Bildungsauftrag

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Die Kita-Leiterin in Frankfurt/Main will Kinder in ihrem Selbstausdruck stärken – durch Tanz. Dafür hat sie die von der Tanzpädagogin Nira Priore Nouak entwickelte Fortbildung «KitaTanz» besucht. In fünf Modulen geht es um zeitgenössischen Tanz, Bewegung mit Musik, Gesang, Neurobiologie und Ästhetik.

Barbara Glock, warum finden Sie das Tanzen wichtig?
Tanzen ist eine Möglichkeit für Menschen, ihre Gefühle auszudrücken. Dazu gehören auch Gefühle wie Wut und Trauer, die man oft versucht, Kindern abzuerziehen.

Freier Tanz ist ein demokratischer Prozess, weil Menschen sich ausdrücken können, ohne kontrolliert zu werden. Und wenn wir uns wortlos besser äußern können, ist unser Umgang miteinander sensibler und ehrlicher.

Was haben Sie für sich selbst aus der Ausbildung mitgenommen?
Ich nehme meinen Körper und seine Bedürfnisse besser wahr. Wenn ich müde bin, lege ich mich jetzt manchmal in meinem Büro auf den Boden. Ich habe auch einige meiner Bewegungsängste abgelegt, zum Beispiel den Gedanken: Ich bin zu schwer, mich kann niemand tragen.

Was setzen Sie konkret in Ihrer Kita um?
Wir gehen mit den Kindern regelmäßig ins Theater, um uns Tanzstücke anzuschauen. Danach bewegen sich die ...

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Tanz Mai 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Sara Mierzwa

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