Aurore auf DVD
Arm das Land, das Tanz nicht duldet. Eine Bankrotterklärung. Aber um den Staat ist es wirklich schlecht bestellt. Um einen Offenbarungseid zu verhindern, bleibt dem König keine andere Wahl, als seine einzige Tochter zu kapitalisieren: Aurore. Sie ist sein ganzer Schatz, und drei Heiratskandidaten setzen ihre Kunst darauf, ihn zu erwerben: Kader Belarbi, Danseur Étoile der Pariser Opéra, reist als Prinz Abdallah zum Vorstellungsgespräch mit einer kompletten Bauchtanz-Truppe an.
Yutaka Takei, Solist bei Karine Saporta und Carolyn Carlson, assoziiert mit dem Prinz von Thang Kai die existenzielle Problematik des japanischen Butoh. Und Yann Bridard, einer der Danseurs-Chorégraphes der Bastille, verlässt sich als Prince de Neufchâtel vergebens auf die poetische Kraft der französischen Romantik.
Eigentlich eine schöne Idee. Doch der Film, von Nils Tavernier mit viel Aufwand und noch mehr Zartgefühl inszeniert, kommt nie richtig in Schwung. Dabei macht Carolin Petit gute Musik – und Margaux Châtelier hat in der Titelrolle nicht bloß hübsch auszusehen. Sie tanzt auch tadellos vor der Traumkulisse des Château d’Ussé und schwebt am Schluss sogar schwerelos wie auf Wolken. Aber alles andere ...
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Tanzvideos im Internet
Vor zwei Jahren war es noch ein Internet-Club für Hobbyfilmer. Heute ist YouTube das audiovisuelle Massengrab der Popkultur. Hierher wird immer mehr Tanzkunst verschleppt. Zur allgemeinen Gaudi. YouTube gilt als die größte Internetplattform für private Videos. Jeder kann sein Gefilmtes von maximal zehn Minuten Länge einstellen, sofern er...
Márcia Haydée wird 70, und das am 18. April. Drei Tage später feiert die ehemalige Primaballerina und langjährige Prinzipalin des Stuttgarter Balletts ihren Geburtstag in Stuttgart: tanzend, als Lady Capulet in Crankos «Romeo und Julia» im Kreis illustrer Kollegen, zu denen u. a. Sir Peter Wright, Egon Madsen, John Neumeier, Paul Chalmer, Tamas Detrich, Georgette...
Erst mal zuhören. Der Abend beginnt mit einer stillen Huldigung an den Meister des Jazz, den seine Verehrer «J. C.» nannten, wie den Christ. Dann erscheint Emanuel Gat. Steht im Wind der Zeit, im Sturm der Bläser.
Er fühlt. Alles. Er tanzt nicht zu John Coltrane, sondern er ist die Musik. Er krallt sich hinein in den Fluss der Rhythmen, bis in die intimen...
