«let’s dance!»
In kaum einem zweiten Land der Erde ist Tanz – nicht nur Volkstanz, auch der Bühnentanz – so sehr Teil der kulturellen Identität wie in Israel. Mit der Gründung des Staats im Jahr 1948 fanden Ausdruckstänzerinnen aus Mitteleuropa hier eine Heimat; erst später etablierten sich Modern-Dance- und Ballettkompanien. Heute sind israelische Choreografen wie Rami Be’er oder Ohad Naharin weltweit gefragt; man assoziiert mit israelischem Tanz einen körperbetonten, kraftvollen Stil.
Aber inwieweit reflektiert er das Leben in dem zwischen archaischer Religionsausübung und Hightech polarisierten Land? Die Dokumentation «Let’s Dance!» fragt nach dem Stellenwert des modernen Tanzes in Israel und seinen Antworten auf die politischen Probleme. Auf arte am 28. März, 22.50 Uhr
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Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 52
von
Wo liegt die Nahtstelle, an der Choreografie in Tanz übergeht? Gibt es sie überhaupt? Und wenn ja, welche Farbe hat sie? Joanne Leighton versucht es mit rotem Klebeband. Im Straßburger Musée d’Art Moderne et Contemporain markiert sie damit vier Linien, die das Publikum bitte nicht überschreiten möge. Täte es dies, so würde es nicht nur die Bewegungsfreiheit der 99...
Endlich der verdiente große Bahnhof für Josette Baïz! Nach zwanzig Jahren findet ihr Projekt «Grenade», das Ausbildung und Kreation aufs Engste aneinanderkoppelt, die verdiente Anerkennung. In einer ausgedienten Schule in Aix-en-Provence sollen Ausbildung und die professionelle Kompanie von sofort an unter einem Dach arbeiten. Seit einer gefühlten Ewigkeit wartete...
Martin Puttke schimpft. Dabei schaut sein Gesicht ganz freundlich. Der lächelnde Revolutionär kämpft für die Leichtigkeit und Freiheit des Tanzes, «egal welchen». Ob klassischer, moderner oder zeitgenössischer Kanon. Ist ihm egal. Schlimm findet er nur dieses sture «Schritte formen, verstanden als ein unveränderlicher künstlerischer Code». In das Wort...
