Euro-Disney-Hindu-Pop
Seit «Back To The Present» gilt Constanza Macras als Shooting Star der deutschen Tanzszene. Auch wenn die Darsteller sich am Ende mit Plüschtieren bewerfen: die wüste Collage ist mehr als ein hemmungsloses Bekenntnis zum Trash. Wann hatte man schon mal ein Tanzensemble gesehen, das sich so lustvoll und wütend am Komplex «Kapitalismus und Regression» abgearbeitet hat? Alle reißen sich seitdem um Constanza Macras und ihr verwegenes Dorky-Park-Ensemble. Ihr wilder Stilmix kommt überall gut an.
Kein Wunder: mit der Methode Macras lässt sich auf lässig-subversive Art alles eingemeinden.
Mit «Big In Bombay» liefert sie nun das Stück zum anhaltenden Hype. Ihre bislang größte Produktion, für die sie mehrmals nach Indien gereist ist, haben der begehrten Choreografin neben einer enormen medialen Aufmerksamkeit auch neue Anfeindungen eingetragen im Stil von «Klein in Kreuzberg» (SZ). Schon der Titel «Big In Bombay» ist ein hübsch-ironischer Kommentar zu zirkulierenden Aufstiegsmythen und spielt zugleich auf den Traum von der globalen Berühmtheit an. Macras haut einem die Zitate aus Pop, Porno und Politik nur so um die Ohren, und demonstriert dabei den Willen zu höchster ...
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