Motion + Emotion = Transfiguration
«Das Leben ist eine Frau, die tanzt», schreibt Paul Valéry in «L’âme et la danse». Eine schöne Liebeserklärung an den élan vital. Ja, Motion und Emotion stecken uns als erste Sprache im Leib. Eros, alles ist body turn. Zuerst tauschen wir uns nur über Motorik und Affekte mit der Welt aus. Inwendig und auswendig tanzen die Gesten und Gefühle. Seit ich denken kann, faszinieren mich die Loops des Begehrens im Tanz. Mögen Carmen, Elektra, Olympia und Madonna Kunstgeschöpfe von Männerfantasien sein. Ihre anthropomorphen Dynamogramme verkörpern uns doch die vita activa.
Bewegliches erkennt in Beweglichem sich wieder. An uns selbst sehen wir uns nur zerstückt. Aber im mobilen Spiegelstadium des Tanzes scheint die Idee vom ganzen Menschen sinnlich auf. Kinder auf dem Trottoir oder die Paare auf dem Parkett tanzen die Illusion unverwalteten Begehrens.
Anfangs ist die spielerische Bewegung noch unzensiert, durchdringen sich Leib und Lust. Nehmen die Schulungen zu, tanzen wir lieber aus der Reihe statt nach jemandens Pfeife. Gleichschritt Marsch? Wer tanzt, geht fremd, hat die Kraft zu Glück und Verzweiflung. Stets war die Raserei, die mania, daher verdächtig. Schon Plato disziplinierte die ...
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In der deutschen Hauptstadt soll möglichst bald ein TanzRaumBerlin entstehen, der weder Tanzhaus noch Choreografisches Zentrum sein will, sondern ein «integratives Konzept»: eine «Schnittstelle für Kunst und Wissenschaft, Kreation und Reflexion». So steht es in einem Strukturpapier, das gemeinsam vom Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin, Dock 11/Garbáty, Hebbel...
Margot Fonteyn (1919-1991) was ballet’s first true superstar. She was already the beloved figurehead of Britain’s Royal Ballet when the company first visited the United States in 1949. Younger ballerinas languishing in Fonteyn’s shadow, such as Moira Shearer, star of the 1948 hit movie “The Red Shoes,” wondered when she would retire. Instead, Fonteyn’s New York...
Lächerlich gemacht habe Orlin die schwarzen Sänger ihrer Spaß-Performance, behaupteten einige nach der Premiere im Théâtre de la Ville. Einmal mehr spielt die Halb-Berlinerin aus Johannesburg mit dem Blick auf das Andersartige. Sie stiftet Verwirrung, in der sich mancher selbst entlarvt. Da ist der Zoom auf Nasenfront und schmatzende Lippen. Die Kamera schafft...
