Pavel Bem

macht in Prag den Tanz unsicher

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Pavel Bem ist der Oberbürgermeister von Prag. Er wollte immer hoch hinaus, hat den Mount Everest bestiegen. Und will weiter alles überwinden, sogar eine Grundregel der Politik: Statt zu teilen um zu herrschen, vereint er die Tanz- und Theaterszene der Stadt auf den Barrikaden. Am 24. April demonstrierten fünfhundert Kulturschaffende gemeinsam gegen die Vergabe von Kultursubventionen nach amerikanischem Mus-ter. Künstlerische Kriterien hat Bem nämlich abgeschafft. Es reicht, einen Saal zu füllen, egal womit. Die Zahl der verkauften Tickets ergibt die Höhe der Förderung.

Pro «Stimme» fließt ein bestimmter Betrag, so wie bei der Wahlkampfkostenerstattung. Klar, dass experimentelle Formen und Prags braver zeitgenössischer Tanz auf der Strecke bleiben. 15 000 unterzeichneten die Petition dagegen. Das Festival Tanec Praha wusste bis zum Schluss nicht, ob es seine Ausgabe 2008 vom 1. bis zum 25. Juni finanzieren kann. Denn der Beitrag der Stadt fällt allein hier um mehr als 80 Prozent. «Wir sind doch nicht in Latein-amerika», seufzt Kuratorin Martha Lajnerova. Dabei braucht gerade der junge, mitunter noch kindlich wirkende tschechische Tanz mehr Austausch. Auch kleine und mittelgroße ...

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 23
von Thomas Hahn

Vergriffen
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