zum tier werden
Sie sagten, die Idee zu Ihrem neuen Stück nach dem gleichnamigen Buch von Claude Lévi-Strauss, hätten Sie während eines Gesprächs über Tanz, Couscous und die «Unarbeitsamkeit des Körpers» mit dem Philosophen Giorgio Agamben gehabt. Ungewöhnlich, dass ein Philosoph Ihr Dramaturg wird. Wie kam es dazu?
Unsere Zusammenarbeit begann 2008 beim Stück «La natura delle cose» nach Lukrez. Er kannte einige meiner Arbeiten und hatte offensichtlich Lust, Tanz auch aus der Nähe zu erleben.
Damals war unser Ausgangspunkt die Figur der Venus, die entzücken und gleichzeitig schockieren kann. Andere Themen, die uns verbinden, sind die Suche nach neuen Körperbildern, etwa die Wiederentdeckung der tierischen Dimensionen im Tanz. Für «Interrogazioni alle vertebre» in Avignon haben wir in dieser Richtung intensiv weitergearbeitet. Wie etwa kann man Teile und Funktionen des Körpers so deaktivieren, dass man sie neu entdecken kann? Diese Arbeit hat uns so nah zusammengebracht, dass ich ihn heute einen Tänzer-Philosophen nennen darf.
Was meinen Sie mit dem Deaktivieren des Körpers?
Es geht um die Deaktivierung mentaler Strukturen, die die Bewegung anführen und sie bestimmen. Es ist so, wie von Neuem das ...
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Improvisation
Eine Arbeitsweise ist die Improvisation. Einigen gewährt sie in gewissen Fällen Freiheit: die Freiheit, sich von Impulsen und der Intelligenz des Augenblicks leiten zu lassen; die Freiheit, die richtigen Parameter für die Struktur dieses Moments zu finden, und zwar ohne ihn durch Formalien einzuschränken; die Freiheit also, die Arbeit am Tempo des...
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Bei den niederländischen Tanztagen wurde auch die Tänzerin Heather Ware geehrt, ebenso die Produktion «Mourning» des Internationaal Danstheater. Der derzeitige Träger des Jiří-Kylián-Rings, Michael Schumacher, übergab ihn an...
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