bridget breiner
Zum Choreografen, so dachte Bridget Breiner, müsse man sich berufen fühlen. Doch ein Freund, der sehr viel Ahnung von Theater hat, drängte sie, es einmal auszuprobieren. «Das ist wichtig für deine künstlerische Entwicklung», meinte er. Es stand gerade ein Choreografenabend der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft an, und da sie Zeit hatte und zwei kreative Tänzer fand, probierte sie es eben.
«Es hat mir tatsächlich Spaß gemacht, gerade mit jungen Tänzern zu arbeiten», erinnert sie sich und sagt: «Vielleicht, weil ich mich da freier fühlte und mehr Entwicklung sah als bei Kollegen, von denen ich weiß, was sie schon können.»
Das Thema: ein Streit auf kleinstem Raum. Der Titel «In the Kitchen». «Eigentlich», erinnerte sich die Erste Solistin des Stuttgarter Balletts, «hat alles damit begonnen, dass ich Jessica Truesdale und Sébastien Galtier nach ihrem Lieblingslunch gefragt habe und mir von ihnen zeigen ließ, wie sie sich als Kinder ihr Erdnusssandwich oder ihr Nutella-Baguette zubereiteten.» Zu sehen war davon im Stück allerdings nichts. Kein Mund war verschmiert. «Ein abstraktes Stück», sagt Bridget Breiner heute, «selbst wenn es scheinbar in der Küche spielt.» Ein Jahr später kam «The ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 24
von Hartmut Regitz
Micha Purucker, das Gelände schwere reiter an der Ecke Dachauer Straße und Schwere-Reiter-Straße wurde der Kunst zugeschlagen. Das gilt als eine der jüngsten Großtaten der Münchner Kulturpolitik. Die freie Tanzszene probt, tritt hier auf, im vergangenen Sommer fand das Festival «Rodeo» statt, Sie haben kürzlich Ihren Abend «Assorted Oddities» in der ehemaligen...
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben. Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder...
Es war eine Art «herbstlicher Frieden», den Glenn Gould Zeit seines Lebens in seinen Einspielungen suchte, eine Art Vollkommenheit, deren Vorhof er in der Abgeschirmtheit des Tonstudios fand. Die Stimme vom Tonband, die dem choreographer in residence Oliver Dähler in seinem Stück «Glenn Gould – Take 1» als Auftakt dient, alterniert mit der Aria aus Johann Sebastian...
