sammler
Am meisten Erfolg hat im World Wide Web immer genau das, was der Mensch schon aus der Offline-Welt kennt: Fahrkartenschalter, Buchhandlungen, Einkaufszentren. Das Crowdfunding entspräche im Straßenbild den Bettlern oder Geldsammlern gegen Tierversuche. Das kann nicht viel bringen, denkt man, auch wenn immer wieder Sagenhaftes zu hören ist: Ganze Kinofilme seien durch Kleinspenden im Netz finanziert worden, Weltreisen, Herzoperationen, journalistische Recherchen, die Entwicklung neuer Motorradhelme, die Rettung der Wale, die Ballettstunden sozial unterprivilegierter Kinder.
Crowdfunding, so charmant kann man auch übertreiben, sei schon jetzt «der Finanzierungsmotor der Welt». So zu lesen auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Nicht Betteln sei ihr Prinzip, versichert sie, sondern die freiwillige Zufuhr von Geldmitteln, die sonst sinnlos in der Zins- oder Dividendenmaschine vor sich hin wuchern.
Die Mikro-Gabe
Gerade Kreative, behaupten auch ähnliche Plattformen wie Kickstarter und Startnext, brauchen unbürokratische Hilfe. Das umso dringender, je mehr die Infrastrukturen für Künstler fehlen und die eigene Existenz im Dauerversuch ständig neu erfunden werden muss. Die These, dass ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: praxis, Seite 68
von Arnd Wesemann
ludwigshafen_________
africtions
Klar, dass «Coup fatal» (tanz 8-9/14), dass Alain Platel mit seinen singenden Dandys aus dem Kongo dieses Fest eröffnen muss. Ein Afrika-Tanzfest völlig frei vom gereizten Blick auf das Ebola-Virus und ohne den nervösen Blick auf Frontex-Grenzen. Stattdessen wird hier eine vorbildliche Koproduktion möglich: Der Pfalzbau in...
The great opportunity with dance lies in its extraordinary ability to change face and pace according to small differences that can be injected in its language. The spectator's eyes are infected by a kind of serum too fast to be detected by the organism. All the view is bound to be reassembled, all the preconceptions coming from a specific experience or habit are...
Dieter Haselbach ist ein mitteilsamer Zeitgenosse, wenngleich mit stiller Reserve. Er wirkt kulturbewandert, theateraffin und auskunftsfreudig, solange die Fragen nicht ans Konkrete rühren. An Honorare, Auftraggeber, Entscheidungsfindungen. Dann lehnt sich der schmale Mann zurück und lässt ein feines «Nööö» über die Lippen zischen. Betriebsgeheimnis, Diskretion....
