Rastlose Gasttänzer
Das Verlockendste an einem Tänzerleben ist das viele Reisen. Nur mit dem eigenen Körper ausgestattet, steht einem die Welt nahezu grenzenlos offen. Es braucht nicht viel: ein Bett, etwas zu essen und zu trinken, ein Studio, um mit Gleichgesinnten zu trainieren und zu proben. Wer auf einen so freien Tänzer wie Luigi Sardone trifft, erfährt, dass er mit gerade mal zehn Kilo Gepäck auskommt. Der Italiener will nicht, dass man ihn deshalb einen Minimalisten nennt. Er sei auch kein Nomade, obwohl er nahezu ununterbrochen in der Welt unterwegs ist. Nomade klingt ihm zu sehr nach Viehhüter.
Aber er kann seine Siebensachen mit einer Hand um den Globus tragen: «Je mehr und je länger ich reise, desto weniger brauche ich», sagt er, und dann: «Dass man nur besitzt, was man gerade braucht: Muss ich mich dafür jetzt entschuldigen?» Ob man das Wenige, zwei Hosen, ein paar- T-Shirts, zwei Jacken und ein bisschen Unterwäsche sonst nur den Allerärmsten zubilligt, ist ihm egal. «Jeder kennt es: Letztlich zieht man immer nur das an, was man sowieso am liebsten trägt. Den Rest im Kleiderschrank benutzt auch sonst kein Mensch.»
Leichtfüßig
Der Mann dieser weisen Worte kann es sich erlauben, ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Ideen, Seite 56
von Arnd Wesemann
Ein kleiner, schutzbedürftiger Säugling, klingelnde Telefone, außerirdisches Leben und so banale Dinge wie das Aufwischen des Bodens – man kennt sie schon, diese wiederkehrenden, aber immer wieder überraschenden Elemente im Werk des katalanischen Choreografen Marcos Morau. Mit seiner Kompanie La Veronal in Barcelona beheimatet, kreiert Morau auch für internationale...
Charmaine Seet hat für ihre Schüler Lego-Installationen ikonischer Choreografien geschaffen, um ihnen die Meister und ihre Arbeiten vorzustellen. Begeistert waren nicht nur die Kinder in Sydney. Von der Profession selbst, von Tänzern und Choreografen weltweit gab es Beifall für die Idee, etwas «so Allgegenwärtiges wie -Lego zu verwenden, um eine sehr spezielle...
Kein anderer Künstler vermag es wie Bill auf ebenso sinnliche wie intellektuelle Weise die Erfahrungsräume des Tanzes und der Kunst zusammenzuziehen und zu erweitern. Keiner kann wie er die Schönheit des Klassischen mit den experimentellen Freiheiten des Neuen verschmelzen – und das alles mit einer unglaublich großzügigen und liebevollen Freundschaft verbinden.
A...
