Im Einklang
«Sieht doch immer gleich aus», lautet eine häufig gehörte Meinung zu Indiens Tanzstilen, von Kathakali mal abgesehen. Dagegen gibt es jetzt ein Rezept. Wir wissen nicht was der Augenarzt empfiehlt, aber wir empfehlen eine Eintrittskarte für «Samanvaya». Da beweisen Alarmel Valli und Madhavi Mudgal, dass Odissi und Bharata Natyam so trennend miteinander verbunden sind wie Yin und Yang. Seit fünfzehn Jahren suchen die Meisterinnen ihrer Fächer – Valli in Bharata Natyam und Mudgal in Odissi – nach Wegen, die Kluft zwischen den Kunstgemeinden zu überwinden.
Noch nie standen Vertreter beider Stile gleichzeitig auf einer Bühne. Jetzt lässt sich mit ihrer gemeinsamen Kreation ahnen, wie kompliziert das ist, aber auch wie fruchtbar.
Das Licht geht an. Wir sehen links elf Musiker, harmonisch inszeniert wie eine Landschaft oder wie ein Mosaik aus Blüten und Gewürzen. Das Bild ist nicht arrangiert, es entsteht aus sich selbst. Hier sitzen zwei Orchester zusammen, eines für jeden Tanzstil. Die Kompositionen sind Auftragsarbeiten. Aus Rücksicht auf Puristen? Über tausend Kilometer trennen Kalkutta von Madras, mehr als Bilbao von Amsterdam. Jede Formation bleibt auf ihrem Terrain, mit ...
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I meet Margaretha Åsberg in her lofty studio situated in an old building on Skeppsholmen, a tiny island in the middle of Stockholm. The sun is shining through the high windows of the building that was formerly used for torpedo maintenance and is still called The Torpedo Workshop. Today the building houses Moderna Dansteatern, founded by Margaretha Åsberg.
Margaretha...
Tango dancers in Europe are a unique breed. Wherever they go – whether on overnight business trips or skiing holidays – they tend to bring their dance shoes along. The uninitiated who land in Berlin and ask local aficionados where they can go dancing are asked to be more specific: what kind of floor, music, style do they like? Do they want to be out late, later, or...
Es ist ein gutes Zeichen und ein schlechtes. Der zeitgenössische Tanz entwickelt Geschichtsbewusstsein und bemüht sich nun ebenfalls, das eine oder andere Werk als «Klassiker» ins Repertoire zu vermitteln. Was dem Ballett recht ist, darf ihm billig sein. Doch Hinwendung zur Vergangenheit bedeutet auch ein wenig Zweifel an der Zukunft. Denn es geht nicht recht...
