Sho Takayama, Rina Murakami, Pamela Campos; Foto: Kalle Kuikkaniemi

Heidelberg: Dusk

Heidelberg: Nadine Linning «Dusk»

Tanz - Logo

Es geht auch anders. Statt eine Sparte einzusparen, eine aufzubauen. 2011 übernahm Holger Schultze am Theater Heidelberg die Intendanz und fand auf dem Tanzsektor eine Situation vor, die weder den Kooperationspartner Freiburg befriedigte noch die Zuschauer. Er sann auf Abhilfe. Nanine Linning hatte schon unter seiner Intendanz in Osnabrück das Publikum gehörig aufgemischt. Warum sollte ihr dasselbe nicht auch an einer anderen Wirkungsstätte gelingen?

Es gelang.

Wenn Heidelberg heute nicht nur eine Dance Company besitzt, sondern im Schulterschluss mit dem UnterwegsTheater auch eine TANZallianz, ist das letztlich Linnings Charmeoffensive zu verdanken. Und natürlich einem choreografischen -Œuvre, das sich nicht zuletzt durch sein Erscheinungsbild von dem der Kollegen abhebt. Viele Jahre lang stand ihr die niederländische Modemacherin Iris van Herpen schöpferisch zur Seite. Ihren Vorstellungen entsprechend definierten Les Deux Garçons die Bühne als einen Ort der unbegrenzten Fantasie. Der Sensationserfolg von «Silver» und «Khôra» ist ganz gewiss auch dem Design-Magier Bart Hess zu verdanken.

Dass es auch weniger aufwendig geht, beweist Nanine Linning mit «Dusk» im fast völligen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2018
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Hartmut Regitz

Weitere Beiträge
The Wind

In Großbritannien gibt es plötzlich eine kleine, wichtige Diskussion darüber, ob die Kunstform Ballett der Gleichberechtigung nicht schwer hinterherläuft. Anlass sind – neue! – Stücke des Royal Ballet, in denen Frauen verniedlicht werden oder ihnen Gewalt angetan wird. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war «The Wind» von Arthur Pita, in dem die...

CD des Monats 1/18

Geplant hat er vieles. Ein «Aphrodite»-Ballett etwa, «Amphion», «Daphnis et Chloé», «Masques et Bergamasques», und unter dem vielversprechenden Titel «Crimen Amoris» ein «Poème chanté et dansé d’après Verlaine». Wirklich zu Ende komponiert hat Claude Debussy nur «Jeux», und das im Auftrag der Ballets russes: eine choreografische Ménage à trois, beunruhigend in...

Zeitschrift: Tanzolympiade 1936

1936 fanden die Olympischen Spiele in Berlin statt. Kurz davor organisierte Rudolf von Laban die «Tanzolympiade». Auf dem Siegerpodest stand die Kroatin Mia Čorak Slavenska, die das 1929 gegründete Königreich Jugoslawien als «freie Tänzerin» vertrat. Die UdSSR, Frankreich, England, Schweden und die USA sagten ab, da man Ballett mit Ausdruckstanz nicht vergleichen...