nach orléans
Sie ist die Senkrechtstarterin in Frankreichs Choreografen-Hitparade: Maud Le Pladec, 40 Jahre jung, als Tänzerin in Stücken von u. a. Mathilde Monnier, Boris Charmatz aktiv, leitet ab Januar 2017 das Centre chorégraphique national in Orléans. Die gebürtige Bretonin wird Nachfolgerin von Josef Nadj, womit das 1995 gegründete CCN zum ersten Mal einen Wechsel an seiner Spitze erfährt. Und zwar einen, der mit einer gewissen Kontinuität verbunden ist. Denn wo Nadj mit seinen Free-Jazzern Ivan Fatjo und Akosh S.
verbunden ist und selbst komponiert, stellt Le Pladec die Beziehung zwischen Tanz und Musik in den Mittelpunkt ihrer Recherchen.
2010 erhielt sie für ihr Erstlingswerk «Professor» den Kritikerpreis für Nachwuchschoreografen. Mit der 2011 begonnenen Trilogie aus «Poetry», «Democracy» und «Concrete», alle drei mit Live-Musikern, schaffte sie den Durchbruch. Gerade wurde sie mit ihren Tänzern offiziell vom Kulturministerium in den (neu gegründeten) erlauchten Kreis der zwölf Kompanien von «nationaler und internationaler Bedeutung» aufgenommen, die mit zusätzlichen Mitteln rechnen dürfen. Ihre enge Verbindung mit der Tonkunst stellt Le Pladec auch in Opernproduktionen unter Beweis, ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Menschen, Seite 29
von Thomas Hahn
In 2002, the country’s first State Minister for Culture, Julian Nida-Rümelin, launched the German Federal Cultural Foundation and equipped it with 40 million Euro. It was about time. The support for culture from municipalities and federal states has been far less than sufficient. And – after union wage increases, theater closures, reductions in theater departments...
«Ja!» ruft einer von Jan Martens’ Tänzern, die vom Rand aus und als Herein-Geleiter die «common people» ordnen. Es meint «los!» und schwebt als Zustimmung und Zugewandtheit über der ganzen Performance bei der Premiere im tanzhaus nrw in Düsseldorf. Hier also treffen je zwei von insgesamt 44 «gewöhnlichen Leuten», ausgesuchten Freiwilligen, auf der Bühne...
Matthias von Hartz hatte nur vier Wochen Zeit, das «Athens & Epidaurus Festival» mit aus dem Boden zu stampfen. Dies parallel zu seinem eigenen Format, den «Foreign Affairs» bei den Berliner Festspielen. Der gelernte Volkswirt wurde gerufen, weil griechische Künstler den vorgesehenen Kurator, Jan Fabre, zur unerwünschten Person erklärten und dieser das Handtuch...
