«Face In» von Yasmeen Godder, Candoco Dance Copmany. Foto: Hugoo Glendinning
Tagung
Seit Jérôme Bel und das Theater Hora mit «Disabled Theater» international für Aufsehen sorgten, ist das Thema Inklusion endgültig im Tanz angekommen. In Europa hat Großbritannien die Nase vorn, dank Candoco, der 1991 gegründeten Company, in deren Reihen Menschen mit und ohne Behinderung tanzen. Zum Auftakt der Tagung «Tanz Körper Erweiterung – Stretching the Physicality of Dance», die tanzfähig e.V.
, der Dachverband Tanz Deutschland und das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz in den Berliner Uferstudios ausrichteten, skizzierte Candocos Managerin Joanne Lyons Profil und Mission der Truppe.
Lyons stellte eines sofort klar: «Wir machen Kunst.» Also keine Sozialarbeit, keine Therapie, wiewohl sich beides als Nebeneffekt ergeben kann. Nicht aber muss. Dieser Anspruch eint alle Projekte, die sich – in jeweils fünfminütigen Kurzrunden – präsentierten und dabei deutlich machten, wie groß die Palette dessen ist, was als «Erweiterung» das Tanzfeld arrondiert. Da ist die Performance grauhaariger Ladys ebenso vertreten wie der Rollstuhl-Rap oder der Pas de deux mit Krücke.
Selbige gebraucht etwa Tanja Erhart, die etliche Jahre bei Candoco unter Vertrag war und nun freischaffend unterwegs ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Dorion Weickmann
Die Performance beginnt schon zu Hause vor dem Kleiderschrank. «The audience is kindly asked to wear white T-Shirts», bittet die Choreografin in der Ankündigung ihrer neuen Produktion «Gola – on behalf of a missing affinity». Nur: Die wenigsten Zuschauer halten sich daran. Doch das ist sicher nicht der Grund, warum Reut Shemesh und ihre drei Mitstreiter, finster...
Auditions
Choreografin Alexandra Bachzetsis
sucht professionelle TänzerInnen im Alter von 20 bis 60 Jahren für ihr Performance-Projekt 2018 – 2020
Audition: 13., 14. November, Gessnerallee Zürich
Bewerbungen: claudia.toggweiler@alexandrabachzetsis.com
NDT 2 Auditions
organised by Nederlands Dans Theater Audition: January 21, 2018,
NDT dance studios, The Hague
For...
Tabula rasa, Teil zwei – und Schluss? Es ist schon ungewöhnlich, zu Beginn einer Spielzeit Bilanz zu ziehen. Beim Bayerischen Staatsballett ist das so. Anhand fehlender oder nie gelesener Namen in der Ankündigung zur Spielzeit 2017/18 konnte man sich zusammenreimen, dass Igor Zelensky, seit einem Jahr Direktor der Kompanie, auf der Ballettetage vollendet hat, was...
