Christiane Winter
Wie lässt sich eine deutsche Tanzplattform mit einer international agierenden Kunst wie Tanz vereinbaren? Gibt es eine nationale Tanzsparte überhaupt? Es geht um die Förderung von Tanz in freien Produktionsstrukturen. Die Tanzplattform 2008 in Hannover zeigt Kompanien mit Deutschland als Arbeits- und Lebensmittelpunkt. Ungeachtet der Staatsangehörigkeit sollte die Produktion wenigstens teilweise hier entstanden sein. Stimmt, die Finanzierung im Tanz reicht über das Nationale hinaus.
Ein deutscher Choreograf nutzt in Frankreich eine Residenz und gewinnt einen belgischen Veranstalter als Koproduzenten.
Am 6. Dezember erklärte der Kunstkritiker Samuel Herzog in der NZZ das Jahr 2007 rückwirkend zum Jahr des Kurators. Für ihn sind Kuratoren «Vermittler und Verklärer, Versucher und Verweigerer, Vordenker, Gralswächter oder Tempelstürmer, Theoriekatapulte und Diskursorakel». Trifft das auf Ihre dreiköpfige Jury zu? Da sehe ich mich am liebsten als «Versucher und Verweigerer». Die Jury hat die maximale Anzahl von Produktionen im engen vorgegebenen Zeitraum gesehen, daher spiegelt das Programm nur einen Konsens über das, was vorhanden ist. So viel kann ein Kurator leisten.
Bleibt eine ...
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Das eigene Ego: Privatsache. Konsequent verweigert Anton Adassinsky jede Auskunft über sich. Auf der Website seiner Kompanie findet sich unter dem Stichwort «Leben in Daten» denn auch nicht seine Biografie, wie man erwarten sollte, sondern jede Menge Wissenswertes über Derevo. Adassinsky stammt aus dem sibirischen Krasjonarsk, ging in frühen Jahren in Leningrad in...
When the curtain lifts on Cavalia, a woman and a gelding stand on a stage covered in sand. They appear to be strangers to one another – fine representatives of their species and sexes, reflected in the pool of water between them. But when the woman moves, the horse responds and when the horse moves, the woman responds. She offers him water from her hand, he drinks....
Wayne McGregor’s new ballet “Chroma“ made only a handful of scheduled appearances at the Royal Opera House, Covent Garden, in the winter of 2006. The piece was the first item on a Saturday matinee triple bill which included the first show-ing of Christopher Wheeldon’s “DGV” and it seemed inevitable to most pundits that the Wheeldon ballet would grab the press...
