aufwind

Mit einem flotten Dreierprogramm hebt sich das Hessische Staatsballett von Darmstadt und Wiesbaden aus der Taufe. Der neue Chef Tim Plegge steuert eine Uraufführung bei, ebenso Richard Siegal. Als Dreingabe gibt‘s eine Übernahme von Alexander Ekman

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Dieser Abend hebt zwar ästhetisch noch nicht ab, trotzdem stimmt die Richtung hoffnungsfroh: Tim Plegge, Richard Siegal und Alexander Ekman schieben das neu gegründete Hessische Staatsballett in den «Aufwind». Alle drei Choreografen geben den Tänzern handfeste Requisiten mit, als ob das Ballett noch ein Geländer bräuchte beim Abfliegen und Aufflattern. Der junge Schwede Ekman schickt das Ensemble in der zweiten Hälfte von «Left Right Left Right», das 2012 fürs Nederlands Dans Theater 2 entstand, auf Laufbänder, die interessanterweise Eleganz in den Tanz bringen.

Das Meistern des Joggingschrittes auf der Stelle, mit synkopischen Hüpfern, Schnelltripplern und Gleitern versetzt, mit zusätzlichen Handgesten, Faustreckern, Klatschern, Schulterbeugen versehen und durch seitliches Wegtreten und Aufspringen erschwert, verlangt von den Tänzern Präzision und scheint sie zugleich dank einer gewissen Spaßkomponente zu beflügeln. Die Maschine macht etwas mit ihnen, nachdem sie davor eine eher unlustige, synchrone Menge abgegeben haben, die auf Zuruf pseudosportliches Boxen, Treten, Laufen, Wackeln, Stampfen, Körperpatschen exekutiert. Dabei kommt niemand von der Stelle, alle stehen zwischendrin ...

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Tanz Dezember 2014
Rubrik: neustart, Seite 8
von Melanie Suchy

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