Was Tesla heute wert ist

Die Zukunft des Berliner Labors Tesla steht infrage

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Nikola Tesla war serbischer Ingenieur, Erfinder etwa des Wechselstromgenerators, und forschte für Elektro-Start-ups wie das von Thomas Alva Edison, einem glühbirnhellen Siegertyp. Anders als Faraday oder Tesla forschte der nur am sofort Nutzbaren. Tesla dagegen starb völlig bankrott. Ähnlich geht es seinem Nachruhm. In Berlin wurde 2005 eine ganze Spielstätte nach ihm benannt. Nun droht ihr das gleiche Schicksal.

Denn das tesla im Podewils’schen Palais nimmt das Wort «Spielstätte» zu wörtlich, spielt und forscht mit den Bausteinen Tanz, Elektronik, Neue Musik, Radio, Performance, Installation. Und brilliert doch nur durch sein Aushängeschild, die jährlich stattfindende Transmediale. Das Forschungslabor für Künstler in Residenz – vergleichbar dem Berliner Küns­t­lerhaus Bethanien, das nun ähnliche Probleme hat – ist der patenten, der Subvention verteilenden Politik offenbar fremd geblieben. Darum hat sie flugs ihren «Bildungsbegriff» auf Volksschulniveau gesenkt. Heißt: Erstausbildung für Amateure: ja. Fortbildung, gar Forschung für die Kunst und den Tanz: nein. Schon gar nicht in einem tesla, das sich wie ein Max-Planck-Institut für Grundlagenforschung in der Kunst gibt. Das ...

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Tanz Oktober 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 23
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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