leipzig: das beste deutsche tanzsolo

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Im Stil eines Showmasters schmettert René Reinhardt seinen Jingle: «Die ‹euro-scene Leipzig› präsentiert zum zehnten Mal den Wettbewerb ‹Das beste deutsche Tanzsolo›!». Und springt hinein ins Licht der Scheinwerfer, auf einen runden Holztisch von sieben Meter Durchmesser, umringt vom Publikum im Ring-Café. Die Zuschauer sind mit Getränken versorgt. So entspricht die Situation fast jener aus Bronislawa Nijinskas «Boléro». Doch hier tritt keine Ida Rubinstein auf. 20 Kandidaten haben es in die Endrunde geschafft.

Nun trennt an zwei Abenden eine fünfköpfige Jury die Spreu vom Weizen. Dazu reicht, dank straffer ­Organisa­tion, eine Viertelstunde. Unterdessen wählt das Publikum selbst ein Solo, das es im Finale wiedersehen möchte. Der 1995 von Alain Platel initiierte und seit 1997 von der «euro-scene Leipzig» weitergeführte Wettbewerb vertritt ein Modell: Tanz ohne Grenzen. Jede(r) kann sich bewerben, ob Profi oder Amateur, mit jedem nur erdenklichen Stil und in jedem Alter. So überstand auch eine 12-Jährige die Vorauswahl aus über 90 Bewerbern. Eine Rentnerin aus der örtlichen Gymnastikgruppe und eine Akrobatin erreichten das Finale, und Letztere fuhr mit dem Preisgeld für den dritten ...

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Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 71
von Thomas Hahn

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