Gregor Zöllig choreografiert «Vier Jahreszeiten»
Here we go again, Tanztheater. In Gregor Zölligs neuer Choreografie «Vier Jahrezeiten» tragen die Tänzer wieder mal Unterwäsche, legen ihre Gesichter in Blumenerde, oder kuscheln sich zu zweit in ikeabunt bezogene Decken (wohnst du noch, oder performst du schon?). Der Frühling ist voller Gefühle, der Sommer voller Hitze, der Herbst melancholisch und der Winter kalt, ja, und einsam. Eine kurze Szene fasst die ganze Unbedarftheit des Stücks zusammen: Da schüttet einer angesichts eines Haufens Medikamente dem Publikum sein hypochondrisches Herz aus.
Echtes Leid kommt nicht vor, aber echter Witz auch nicht. Wie lautet noch das gute alte Vorurteil im deutschen Tanz? Im Ballett würden Illusionen gepflegt von ewiger Liebe und schwerelosem Equilibre, während das ehrliche, gesellschaftskritische Tanztheater den Finger auf die Beziehungswunden legt. Zölligs Abend ist ein weiterer Beleg dazu, wie weit sich das Tanztheater von den eigenen Ansprüchen verabschiedet hat. Seit gut dreißig Jahren werfen Intendanten die klassischen Choreografen hinaus und stellen Tanztheaterleute aus der deutschen Tradition ein, aber keiner von ihnen zeigt je eine solche ästhetische Entschlossenheit und Härte, wie ...
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hieß im alten deutschen Westen eine Sendung, die das Neue gegen den Evergreen in Schutz nehmen wollte. Damit die Jugend einen Weg an der Musikindustrie vorbei fand. Umso lieber landete sie in ihren Armen. In Ostberlin entdeckte das Haus der jungen Talente, das heutige Podewils’sche Palais, die Jazzszene und junge DDR-Fotografen. Gewiss bedeckte dieses Feigenblatt...
Dmitry Semionov,
lockt Sie Polina Semionova, Ihre Schwester? Oder gibt es einen anderen Grund, weswegen ein Tänzer eine Weltklasse-Kompanie wie das Mariinsky-Ballett in St. Petersburg verlässt, um in Deutschland Karriere zu machen? Sieben Jahre lang habe ich in diesem legendären Theater getanzt. Da kam das Superangebot aus Dresden, sozusagen während der...
Mark Morris is one of the rare American choreographers who direct opera. That’s why the Metropolitan Opera‘s May production of Gluck's “Orfeo ed Euridice,” directed and choreographed by Mark Morris, awaits eager anticipation. Prior to Morris, Balanchine, who directed “The Rake‘s Progress” in 1953, was the last choreographer at The Met. Morris choreographed “Platée”...
