Berlusconi muss sterben!
November letzten Jahres sorgten die slowenische Kompanie Betontanc und das holländische Schauspielensemble Jonghollandia für einen zauberhaften Skandal. Ihre mit EU-Mitteln geförderte Kooperation ist ein «demokratisches Theater», das mit Händen, Füßen und Worten über den italienischen Multimillionär, Medienmogul und Präsidenten Silvio Berlusconi zu Gericht sitzt. Der ursprüngliche Titel «Killing Berlusconi» wurde derweil in «Everybody For Berlusconi» geändert. Nur zwei Tage nach dem Mord an Theo van Gogh kam das Stück in den Niederlanden heraus.
Weder hier noch später in Ljubljana hat irgendeine Mehrheit für den Tod Berlusconis gestimmt. Aber die Zeitungen sind voll. Sogar das italienische, in Berlusconis Besitz befindliche Magazin «Panorama» berichtete: wenn auch unter der Rubrik «Soziales». Ob also getanzt wird und wie die Kompanie Betontanc die demokratische Abstimmung choreografiert hat, erzählen sie nicht.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Anfang gehört der Musik, und auch im weiteren Verlauf ihres abendfüllenden Kathak-Tanzstücks hat die Choreografin Sonia Sabri ihrer kleinen Band weite Freiflächen eingeräumt. Das ist kein Fehler, denn die Musik, komponiert von Sarvar Sabri, dem Ehemann , ist, auch ohne Tanz, hinreißend schön. Die Saxofone von Alvin Davis, der seine Blues-Töne wie von ganz...
Nein, das ist es noch nicht. Die Tänzerin steht zu weit vorn. Ein paar Schritte weiter nach hinten, korrigiert der Choreograf Javier Latorre, derzeit der wohl bekannteste Flamencoregisseur. Und von dort dann nach vorn, mit Kraft in die Drehung, die sich in sanftem Schwung auflöst. Zurück, ein neuer Versuch, dann ist der Meister zufrieden. «¡Eso es!», «Das ist es!»,...
Carla Fracci, chief of the ballet company of the Opera di Roma, invited Millicent Hodson and Kenneth Archer to re-stage two almost forgotten Balanchine titles, “La Chatte“ and “Le Bal,“ as well as “Apollon“ in its complete version, with prologue (see also their contribution in ballet-tanz 01/04). “La Chatte“ (1927), to music by Henri Sauguet, clearly draws on...
