Nach Zürich
Christian Spuck, 2012 als Ballettdirektor ans Opernhaus Zürich verpflichtet zu werden und das gleich für fünf Jahre: Ist das nicht ein Karrieresprung, von dem ein Choreograf nur träumen kann? Wie zielstrebig haben Sie Ihre Karriere geplant?
Wenn jemand an meiner Karriere gebaut hat, waren das andere. Ich mache meine Arbeit so gewissenhaft und gut wie irgendwie möglich. Wenn sich die Chance ergibt, sie unter besseren Bedingungen weiterzuführen, freue ich mich natürlich darüber. Andere mögen das Karriere nennen.
Für mich bedeutet meine Verpflichtung vor allem eine größere Verantwortung. Die Ernennung kommt allerdings insofern meinem Wunsch entgegen, als ich in den letzten Jahren gemerkt habe, dass man die eigene künstlerische Arbeit am ehesten mit einer eigenen Kompanie verändern und weiterentwickeln kann – und nicht, indem man viel gastiert.
Sie waren in der letzten Zeit immer wieder im Gespräch, wenn es um die Besetzung eines Direktorenposten ging. Lange Zeit waren Sie mit Köln in Verhandlung. Zuletzt interessierte sich Leipzig für Sie. Welche Gründe sprachen für Zürich?
Köln wäre spannend gewesen, aber leider haben die Politiker das Projekt einer neuen Ballettkompanie nicht mit ...
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